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American Airlines läuft zu Airbus über

Flugzeugbauer American Airlines läuft zu Airbus über

Airbus triumphiert über Boeing: American Airlines bestellt 460 Kurz- und Mittelstreckenjets und sichert sich Optionen auf 465 weitere Maschinen – der größte Anteil entfalle dabei auf den europäischen Flugzeugbauer, teilte die drittgrößte US-Fluglinie gestern mit.

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American Airlines ist noch mit veralteten Boeing MD-80 (im Hintergrund) unterwegs, der Airbus A320neo soll die Flotte verjüngen.

Quelle: dpa

Fort Worth. „Wir sind sehr stolz und hocherfreut, dass wir American Airlines erneut zu unseren globalen Kunden zählen können“, sagte Airbus-Chef Thomas Enders.

Bislang ordern die meisten US-Gesellschaften bei ihrem Haus- und Hoflieferanten Boeing. Nun aber entfallen auf Airbus alleine 260 der Festbestellungen und sogar 365 der möglichen weiteren Maschinen. Einen Wert für den Gesamtauftrag nannte American Airlines nicht – überschlägig kommt alleine die Festbestellung nach Listenpreisen auf 40 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro). Bei derart großen Aufträgen sind jedoch satte Rabatte üblich.

Die Europäer haben American Airlines mit ihren neuen, spritsparenden A320neo-Modellen gewonnen, die bereits auf der Luftfahrtmesse im französischen Le Bourget abgeräumt hatten. Die Flugzeuge sind eine Weiterentwicklung der weitverbreiteten A320-Modellfamilie und sollen dank neu gestalteter Tragflächen und neuer Triebwerke 15 Prozent weniger Sprit verbrauchen.

Die Flotte von American Airlines umfasst mehr als 900 Maschinen, von denen viele aber schon in die Jahre gekommen sind. So fliegt die Gesellschaft noch die längst nicht mehr hergestellten Boeing MD-80, die im Schnitt 20 Jahre auf dem Buckel haben. American Airlines hat bereits mit der Modernisierung begonnen und setzte dabei bis zuletzt auf Boeing.

Doch Airbus hat mit seiner A320neo das Ruder herumreißen können. Auf der Messe Le Bourget heimste der Hersteller mehr als 600 Bestellungen für den neuen Typ ein, davon alleine 200 von der malaysischen Fluggesellschaft AirAsia – der bisher größte Auftrag der Luftfahrt-Geschichte. Konkurrent Boeing kam mit seinem in die Jahre gekommenen Konkurrenzmodell 737 lediglich auf 77 Bestellungen.

Damit American Airlines die Riesenbestellung stemmen kann, mussten Airbus und Boeing der Airline mit einer Finanzierung von 13 Milliarden Dollar unter die Arme greifen, damit seien die ersten 230 Maschinen komplett abgedeckt, hieß es. Die drittgrößte US-Fluglinie schreibt immer wieder hohe Verluste – zuerst belastete die Wirtschaftskrise das Unternehmen, jetzt sind es die hohen Spritpreise. Allein im zweiten Quartal verlor American Airlines 286 Millionen Dollar.

dpa

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