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Merkel sucht die Trends von morgen auf der CeBIT

Kanzlerin zu Gast in Hannover Merkel sucht die Trends von morgen auf der CeBIT

Bundeskanzlerin Angela Merkel stattete der CeBIT in Hannover am Dienstagmorgen einen Besuch ab. Es geht um den digitalen Wandel. Merkel sieht im Messe-Partnerland Schweiz einen verlässlichen Partner. Doch das Thema Flüchtlinge ließ sie auch beim Besuch in Hannover nicht los.

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Direkt aus dem 3D-Drucker: Bundeskanzlerin Angela Merkel am Stand des Herstellers BigRep. Links neben ihr der Schweizer Bundespräsident Johann Schneider-Ammann.

Quelle: dpa

Hannover. Bei ihrem traditionellen Rundgang wollte Merkel den Trends der Leistungsschau nachspüren - doch ein kleiner Junge hätte sie beinahe aus der Routine geworfen. "Mein Papa hat mich mitgenommen", sagte der achtjährige Albert aus Regensburg, und reckte seine Luftballons in die Luft. Darauf steht Werbung für eine App seines Vaters für Flüchtlinge. Merkel blickte verdutzt. "Sehr gut, sehr schön - aber ich kann nicht stoppen, vielen Dank", erklärte sie nur hastig.

Bei ihrem traditionellen Eröffnungsrundgang - der diesmal nicht zuletzt wegen der Wahl in drei Bundesländern erst am zweiten Messetag stattfand - blieb keine Zeit für unerwartete Begegnungen. Mit einer viertelstündigen Verspätung ging es beim Partnerland Schweiz los. Rund zwei Stunden Zeit nahm sich Merkel Zeit bei ihrer Tour mit dem Schweizer Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann durch die Hallen.

Nach dem stressigen Wahlabend vom Sonntag wirkte sie relativ locker und entspannt. Die Schweiz als verlässlicher Partner könne dazu beitragen, Europas digitalen Wandeln zu beschleunigen, sagt sie - betonte aber auch: "Die Zeit drängt".

Auf ihrem Rundgang stoppte Merkel zunächst am Stand der ETH Zürich, die eine Drohne mit den Eigenschaften von Helikopter und Flugzeug entwickelt hat. Geduldig ließ sie sich die technischen Innovationen erläutern und nickte artig dazu, bevor sie ein Grafitplättchen entgegennahm - ein Geschenk der Schweizer Physiker an die promovierte deutsche Physikerin Angela Merkel. Im Eiltempo ging es weiter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) testet am Stand von PCS einen binomischen Handscanner.

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Wo immer ihr blauer Blazer gesichtet wurde, reckten sich Arme von Messe-Besuchern und Ausstellern in die Höhe. "Ich habe ein Selfie mit ihr - wenn auch nur aus der Ferne", jubelt ein Standbesucher. Der Ausflug ins Hightech-Land der CeBIT ist Routine für die Kanzlerin. Höfliches Händeschütteln, geduldiges Zuhören und angespanntes Lächeln vor einem Gedränge wartender Journalisten aus aller Welt - es ist eine sich jedes Jahr aufs Neue wiederholende Pflichtübung. An den Ständen ging es mal um smarte Straßenlaternen, die Verkehrsströme lenken können, mal um kommunizierende Container, aber auch um Internet-Verbrechen, Datenbrillen und sichere Daten. Bei der Deutschen Telekom erfuhr sie, dass das Unternehmen sein auf 22 000 Quadratmetern in Biere bei Magdeburg angesiedeltes Datenzentrum - ein "Fort Knox für Daten" - um 150 Prozent vergrößern wolle. Stutzig wurde sie allerdings, als ihr Telekom-Chef Timotheus Höttges zum Abschied erklärte: "Wir bleiben am Ball und unterstützen Sie, wo wir können". Verdutzt brachte sie nur ein "Ja, ja..." heraus. Ein kurzer Austausch von Nettigkeiten - und schon zog der Tross weiter zum nächsten Stand.

Bei ihrem Rundgang fragte Merkel höflich-interessiert nach Details, hakte geduldig nach, scherzte gelegentlich. Mal hielt sie ein neues Produkt in die Kameras, mal bestaunte sie bei ihrer Stippvisite in der digitalen Welt von Morgen einen gelben Hocker aus dem 3D-Drucker. Als es hieß, die Herstellung dauere einige Stunden, meinte die Kanzlerin launig: "Wenn man 30 Gäste hat, muss man da frühzeitig planen."

Als Merkel offensichtlich unabgesprochen am Stand eines Software-Entwicklers um ein paar nette Worte für die Mitarbeiter gebeten wird, reagiert sie verschmitzt. Sie sollten weiter so gute Arbeit machen wie bisher, sagt sie: "Jedenfalls kann mir Ihr Chef das so immer gut verkaufen."

dpa

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