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Deutschland / Welt Arbeitgeber wollen Ende des Acht-Stunden-Tages
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Arbeitgeber wollen Ende des Acht-Stunden-Tages
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17:18 20.12.2015
Kein Acht-Stunden-Tag mehr? Die Arbeitgeber fordern mehr Flexibilität. Quelle: dpa/Archiv
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Berlin/Stuttgart

Die Arbeitgeber wollen mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit. "Der starre Acht-Stunden-Tag passt (...) nicht mehr ins digitale Zeitalter, wir wollen mehr Beweglichkeit", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands BDA, Ingo Kramer, der "Rheinischen Post" (Samstag). "Es kann sein, dass jemand an einem Tag zwölf Stunden arbeitet und am nächsten nur vier Stunden." Er wies aber zurück, dass die Firmen damit Mehrarbeit verlangen wollten: "Das stimmt nicht. Wir wollen ja die Wochenarbeitszeit nicht ausweiten."

Daimlers Personalvorstand Wilfried Porth hält eine Lockerung der Arbeitszeitgesetze ebenfalls für notwendig. "Ich will keine Schutzfunktion aufheben", sagte Porth der Deutschen Presse-Agentur. "Aber wir müssen die Regeln flexibilisieren und den heutigen Arbeitsgewohnheiten anpassen." Es sei in Ordnung zu sagen, man soll nicht länger als zehn Stunden pro Tag arbeiten. "Aber es muss doch nicht im Block sein." Die Menschen bräuchten mehr Flexibilität - zum Beispiel für die Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger. "Es kann aber nicht sein, dass das alles von den Unternehmen aufgefangen werden muss."

Arbeitgeberpräsident Kramer hatte bereits vor einigen Monaten gefordert, das Arbeitszeitgesetz von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umzustellen, um mehr Spielräume zu schaffen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lehnt das ab.

In Deutschland ist per Gesetz geregelt, wann und wie lange Arbeitnehmer höchstens arbeiten dürfen. Im Kern legt es fest, dass höchstens acht Stunden pro Werktag gearbeitet werden darf, in Ausnahmefällen aber auch bis zu zehn. Das Arbeitszeitgesetz enthält unter anderem auch Vorschriften zu Pausen und Nacht- und Sonntagsarbeit. Außerdem gibt das Gesetz den Tarifparteien das Recht, in einigen Punkten per Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung abweichende Regelungen zu vereinbaren.

dpa

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