Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Arbeitnehmer drohen e.on mit der „großen Keule“

Energieriese Arbeitnehmer drohen e.on mit der „großen Keule“

In der Auseinandersetzung über den Abbau von bis zu 11.000 Arbeitsplätzen beim Energieriesen e.on hat Konzernchef Johannes Teyssen sein Sparprogramm mit überhöhten Personalkosten begründet. Der Konzern könne in diesem Punkt mit der Konkurrenz derzeit nicht mithalten, sagte Teyssen am Freitag auf einer Betriebsversammlung in Hannover.

Voriger Artikel
Lage an Asiens Börsen ist vergleichsweise ruhig
Nächster Artikel
Schäuble will „keinen unbegrenzten Beistand“ für Euro-Schuldensünder

Arbeitnehmer drohen e.on mit der „großen Keule“.

Quelle: dpa

Hannover/Düsseldorf. Er bekräftigte, bis 2015 die Kosten um 1,5 Milliarden Euro drücken zu wollen.

Gleichzeitig habe der e.on-Chef zugesagt, eine für den Konzernteil e.on Energie bestehende Vereinbarung über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2012 nicht antasten zu wollen, berichtete die hannoversche e.on-Betriebsrätin Ines Tomko. Gleichwohl herrsche bei den Beschäftigten große Unruhe. Zuletzt hatte es geheißen, der Konzern wolle die Standorte Hannover, Essen und München schließen. Dazu sagte Teyssen auch am Freitag nichts Konkretes.

In Düsseldorf forderten am Freitag die Spitzen der Arbeitnehmervertreter, die bestehende Jobgarantie von e.on Energie auf alle Bereiche des Konzerns auszudehnen. Nach einem Treffen mit SPD-Chef Sigmar Gabriel unterstellten sie der Konzernspitze, Managementfehler auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen. Wenn die Arbeitnehmer nicht mit ins Boot geholt würden, werde es „sehr konfliktträchtige“ Gespräche geben, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott, der auch stellvertretender Aufsichtsratschef bei e.on ist.

Man habe noch keine Informationen, was an welchem Standort passieren solle. Die „große Keule zu schwingen“ sei daher noch zu früh. „Aber wir bereiten uns darauf vor, das muss auch jeder wissen“, sagte Ott. „Die Belegschaft ist tief verunsichert“, ergänzte Konzernbetriebsratschef Hans Prüfer. Der Aufsichtsrat werde wohl Ende Oktober oder im November über konkrete Schritte entscheiden.

Die Gewerkschafter gehen davon aus, dass rund 6000 Stellen in Deutschland wegfallen sollten, bis zu 2000 davon in Bayern. Die Münchener Zentrale soll wohl geschlossen werden. Einschnitte soll es auch in Essen bei e.on-Ruhrgas geben. Weltweit beschäftigt e.on 80.000 Mitarbeiter, rund 35.000 davon in Deutschland.

SPD-Chef Sigmar Gabriel kritisierte Teyssens Pläne scharf. Betriebsbedingte Kündigungen wären ein „absoluter Tabubruch“. Der Großteil der Probleme bei e.on sei durch Fehlentscheidungen des Managements hausgemacht. Der ehemalige Bundesumweltminister warf dem Management vor, einseitig auf Atomkraft gesetzt zu haben. Mit der Energiewende von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Atomkatastrophe in Japan sei e.on der Bundesregierung „in die Falle gegangen“: „Jetzt haben wir den Salat.“ Gabriel forderte einen Energiegipfel von Bund, Ländern und großen Versorgern.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Geplanter Stellenabbau
Foto: Eon-Chef Teyssen am Freitag in Hannover zur Betriebsversammlung der Kraftwerkstochter des Konzerns gereist

Nach der Ankündigung Eons weltweit bis zu 11.000 Jobs streichen zu wollen, ist Eon-Chef Teyssen am Freitag in Hannover zur Betriebsversammlung der Kraftwerkstochter des Konzerns gereist. Viel Konkretes hatte er nicht im Gepäck - erst Anfang November soll Klarheit herrschen.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 141,82 -0,06%
CONTINENTAL 213,67 +0,04%
TUI 14,94 +0,40%
SALZGITTER 41,60 -0,40%
HANNO. RÜCK 105,77 -0,07%
SYMRISE 64,83 +0,34%
TALANX AG NA... 34,33 +0,72%
SARTORIUS AG... 78,66 -0,25%
CEWE STIFT.KGAA... 80,22 +0,84%
DELTICOM 12,85 -0,05%
DAX
Chart
DAX 13.005,50 +0,11%
TecDAX 2.487,75 +0,05%
EUR/USD 1,1767 -0,04%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

INFINEON 22,50 +0,39%
LUFTHANSA 25,88 +0,31%
DAIMLER 68,45 +0,24%
RWE ST 21,18 -1,18%
LINDE 177,43 -0,29%
DT. BÖRSE 92,53 -0,14%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 221,87%
Commodity Capital AF 151,98%
Allianz Global Inv AF 115,08%
Apus Capital Reval AF 112,38%
FPM Funds Stockpic AF 108,74%

mehr