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Arbeitslosigkeit in Niedersachsen auf Rekordtief

Statistik für April Arbeitslosigkeit in Niedersachsen auf Rekordtief

Der Frühjahrsaufschwung auf Niedersachsens Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Zahl der Menschen ohne Job sank im April auf rund 245.000. So eine niedrige Arbeitslosenzahl in einem April gab es in Niedersachsen zuletzt 1992. 

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Arbeitssuchende vor der Agentur für Arbeit. 

Quelle: dpa

Hannover. Die Zahl der Arbeitslosen im April ist in Niedersachsen auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren gesunken. Im vergangenen Monat waren 245 548 Menschen arbeitslos - das waren 3,1 Prozent weniger als im März, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Hannover mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 2,7 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,8 Prozent - nach 6,0 Prozent im März. So eine niedrige Arbeitslosenzahl in einem April gab es in Niedersachsen zuletzt 1992.

Allerdings stieg die Zahl der Unterbeschäftigten - dazu zählen auch Menschen, die zum Beispiel Qualifizierungsmaßnahmen der Arbeitsagentur machen. Sie werden dann nicht mehr zu den Arbeitslosen gezählt. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung sank zwar zum Vormonat, wuchs aber im Vergleich zum April vor einem Jahr um 3,3 Prozent auf 337 949 Menschen. Dazu zählten auch viele Flüchtlinge.

Laut Arbeitsagentur waren im April fast 67 000 freie Stellen gemeldet - und viele Unternehmen berichteten, dass es immer schwieriger werde, diese zu besetzen. Arbeitsagentur-Landeschefin Bärbel Höltzen-Schoh rief die Arbeitgeber deshalb auf, Menschen mit Behinderung einzustellen: „Hier schlummert ein Potenzial, das viel zu oft aufgrund falscher Annahmen ungenutzt bleibt. Dabei verfügen viele Menschen mit Behinderung über gefragte Qualifikationen und ihre Handicaps spielen für den Arbeitsplatz oftmals gar keine Rolle“, betonte sie. Bei körperlichen Einschränkungen ließen sich „leichter Lösungen finden als viele glauben“.

Die Bundesagentur geht davon aus, dass die Bereitschaft der Unternehmen, Arbeitskräfte einzustellen, hoch bleiben dürfte. Unter dem Strich lag die Beschäftigung in Niedersachsen deutlich über Vorjahresniveau. Unter jüngeren Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren sank die Arbeitslosenquote noch deutlicher als insgesamt, nämlich von 5,6 auf 5,3 Prozent.

Regional fiel die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen unterschiedlich aus: Am höchsten lag die Quote mit 7,1 Prozent in der Region Hannover, gefolgt vom Bezirk Braunschweig-Goslar (7,0 Prozent) sowie dem Bezirk Celle (6,8).
Am niedrigsten war die Arbeitslosigkeit im Bezirk Nordhorn mit der Grafschaft Bentheim und dem Landkreis Emsland: Dort wurde eine Quote von 3,3 Prozent ermittelt. Vechta (4,4) und Nienburg-Verden (4,7) sind weitere Bezirke mit vergleichsweise geringer Arbeitslosigkeit.

dpa

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