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Asbeck will eigene Werke zurückkaufen

Solarworld Asbeck will eigene Werke zurückkaufen

Solarworld war sein Lebenswerk. Doch dann zerbröselte die Firma ihrem Gründer Frank Asbeck unter den Fingern weg: Dumpingpreise ruinierten das Geschäft mit Solarzellen, die Firma ging insolvent. Doch nun will Asbeck mit Katars Hilfe zwei Werke aus der Masse herauskaufen und 475 Jobs retten.

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Der Gründer des insolventen Solarkonzerns Solarworld, Frank Asbeck, will über eine neue Firma die zwei deutschen Werke des Konzerns mit verbleibenden 475 Arbeitsplätzen retten.

Quelle: dpa

Bonn. Der Gründer des insolventen Solarkonzerns Solarworld, Frank Asbeck, will über eine neue Firma die zwei deutschen Werke des Konzerns mit verbleibenden 475 Arbeitsplätzen übernehmen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, hat Insolvenzverwalter Horst Piepenburg einen Kaufvertrag mit der Ende Juli von Asbeck gegründeten Solarworld Industries GmbH geschlossen. Diese solle „wesentliche Teile der Solarzellen- und Modulproduktion“ weiterführen und sich auch um den Vertrieb kümmern, hieß es.

Für 1200 Beschäftigte in den beiden Werken im sächsischen Freiberg und im thüringischen Arnstadt, die nicht mehr benötigt werden, seien Transfergesellschaften bis Mitte Februar 2018 geplant - 500 in Arnstadt und 700 in Freiberg. Der Einigung müssen die Gläubiger noch zustimmen. Dazu hat Piepenburg für diesen Freitag (11.8.) eine außerordentliche Gläubigerversammlung in Bonn beantragt.

Das Geld für das Geschäft soll nach unbestätigten Berichten aus Katar kommen. Das Unternehmen Qatar Solar aus dem Emirat am Golf ist an Solarworld mit 29 Prozent beteiligt. Wenn die Gläubiger zustimmen, will Solarworld Industries in der neuen Struktur am 16. August starten. Zur Kaufsumme machten Piepenburg und Solarworld keine Angaben.

In der Solarworld-Zentrale in Bonn wurden bereits 150 Mitarbeiter unwiderruflich freigestellt. Dort bleibt vorerst nur eine Abwicklungsmannschaft von etwa 65 Beschäftigten. „Angesichts der komplexen Bedingungen der Solarindustrie ist das für die Gläubiger wirtschaftlich vernünftig und für die Standorte und Mitarbeiter die verantwortungsvollste Lösung“, sagte Piepenburg der Deutschen Presse-Agentur.

Es habe mehrere andere seriöse Interessenten aus aller Welt gegeben, aber alle hätten noch mehrere Monate für die Prüfung des Kaufs benötigt, sagte ein Sprecher Piepenburgs. So viel Zeit habe das Unternehmen aber nicht, da für die Gehälter kein Geld mehr da sei.

Mitte Mai hatte Solarworld mit weltweit rund 3000 Beschäftigten nach sechs Verlustjahren in Folge Insolvenz anmelden müssen. Solarworld sieht sich als Opfer des weltweiten Preissturzes bei Solarmodulen durch Dumping-Angebote vor allem chinesischer Hersteller. Kritiker werfen Asbeck aber auch eigene Fehler und eine zu späte Reaktion auf die Marktveränderungen vor. 2013/14 war der Konzern schon einmal der Pleite nur knapp mit einem tiefen Schuldenschnitt entkommen. In Deutschland wurden zuletzt knapp 1900 Mitarbeiter beschäftigt.

Von RND/dpa

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