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Flugverbote belasten Reisegeschäft

Aschewolke bremst TUI und Lufthansa


Die Aschewolke aus Island trübt die Gewinnaussichten des weltgrößten Reiseveranstalters TUI Travel und bremst auch das Geschäft der Deutschen Lufthansa. Der Schaden durch die Flugausfälle im April dürfte TUI Travel in diesem Jahr fast ein Fünftel des erwarteten Gewinns kosten.
Vulkanasche aus Island hat im April den Flugverkehr in Europa über Tage lahmgelegt.

Vulkanasche aus Island hat im April den Flugverkehr in Europa über Tage lahmgelegt.

© dpa

Die Nachfrage nach Urlaubsreisen habe nach einer Unterbrechung allerdings Anfang Mai wieder angezogen, teilte die Reisesparte des hannoverschen TUI-Konzerns am Dienstag in London mit.

Den Schaden durch die Flugverbote bezifferte TUI-Travel-Chef Peter Long auf 90 Millionen britische Pfund. Im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März profitierte TUI Travel von der anziehenden Nachfrage und den Kostenentlastungen durch die Umstrukturierung des eigenen Geschäfts.

Das Minus verringerte sich in den Monaten Oktober bis März unter dem Strich von 334 auf 320 Millionen Pfund (370 Mio. Euro). Reiseveranstalter schreiben im Winterhalbjahr typischerweise rote Zahlen. Den Großteil ihres Gewinns fahren sie in der Haupturlaubszeit im Sommer ein. Der Umsatz ging wegen des zusammengestrichenen Winterangebots um 8 Prozent auf 4,9 Milliarden Pfund zurück.

Bei der Lufthansa fiel die Zahl der Passagiere im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,2 Prozent auf knapp 3,98 Millionen, wie die größte europäische Fluggesellschaft in Frankfurt mitteilte. Die Sitzauslastung verbesserte sich hingegen um 0,8 Punkte auf 76,3 Prozent. Ohne Luftraumsperren hätte es nach Einschätzung des Unternehmens ein Plus von 10 Prozent gegeben.

Einschließlich ihrer Töchter Swiss, Austrian Airlines (AUA) und British Midland (BMI) beförderte die Lufthansa im April 6,1 Millionen Passagiere. Das waren 3,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damals waren aber die Werte für AUA und BMI noch nicht enthalten. Die britische Tochter hatte unter den Konzerngesellschaften mit knapp 70 Prozent die schlechteste Ausnutzung der Plätze. Primus war erneut die Swiss mit 80 Prozent verkauften Plätzen.

Die Frachttochter Lufthansa Cargo beförderte in dem Monat 129 000 Tonnen Fracht und Post. Das waren trotz der Flugausfälle 13,8 Prozent mehr Menge als ein Jahr zuvor. Die verkauften Fracht-Tonnenkilometer stiegen sogar um 25,3 Prozent, wobei sich die Ausnutzung der angebotenen Frachträume und Beilademöglichkeiten auf 72,3 Prozent deutlich verbesserte.

dpa

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