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Audi gerät weiter ins Visier der US-Behörden

Abgas-Affäre Audi gerät weiter ins Visier der US-Behörden

In der Abgas-Affäre gerät einem Zeitungsbericht zufolge auch die Volkswagen-Tochter Audi immer stärker unter Druck. Die US-Behörden hätten beim 3,0-Liter-Diesel von Audi drei nicht genehmigte Softwareprogramme entdeckt, berichtete die „Bild am Sonntag“.

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Auch Audi gerät in der Abgas-Affäre immer weiter unter Druck.

Quelle: Frank Leonhardt/dpa

Ingolstadt. Demnach schaltet sich die Abgasreinigung bei Fahrzeugen mit dem großen TDI-Motor nach rund 22 Minuten einfach ab. Messverfahren zur Ermittlung der Abgaswerte dauern in der Regel knapp 20 Minuten. Eine ähnliche zeitliche Abschaltung hatte das Kraftfahrtbundesamt vor wenigen Monaten auch bei dem Autohersteller Fiat entdeckt und ein Prüfverfahren bei der EU-Kommission eingeleitet. Auf Anfrage der Zeitung sagte ein Audi-Sprecher, dass technische Details aufgrund des laufenden Verfahrens in Amerika nicht kommentiert würden.

Im Abgas-Skandal um Volkswagen hatte ein US-Bundesrichter Ende Juni vorläufig einen Milliardenvergleich mit den US-Behörden gebilligt, der sich auf rund 480 000 Wagen mit 2,0-Liter-Motoren bezieht. Dabei hatte sich Volkswagen zur Zahlung von insgesamt 14,7 Milliarden Dollar (rund 13,3 Milliarden Euro) bereit erklärt - das meiste Geld ist für die Entschädigung betroffener Kunden vorgesehen. Was die Audi-Motoren angeht, stocken die Verhandlungen. Einen ersten Lösungsvorschlag für die betroffenen 85 000 Autos lehnte die kalifornische Umweltbehörde Carb vor drei Wochen ab. Audis Plan sei unvollständig und unzureichend, gesetzliche Standards zu erreichen, hieß es.

Volkswagen sieht sich mit zahlreichen Klagen in verschiedenen Ländern konfrontiert, seit der Konzern vor knapp einem Jahr einräumen musste, dass in Millionen Dieselautos eine illegale Software eingebaut wurde.

afp

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