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Audi ruft Conti-Airbags zurück

Rückruf für 850.000 Fahrzeuge Audi ruft Conti-Airbags zurück

Allein in Deutschland sind rund 150.000 Wagen betroffen: Audi startet weltweit einen Rückruf für 850.000 Fahrzeuge. Wegen eines Softwarefehlers könnten die Frontairbags bei einem Unfall versagen.

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Audi A4: Softwarefehler führt zu Airbag-Problemen.

Quelle: dpa/Symbolfoto

Hannover/NewYork. Gleich mehrere Probleme mit Airbags machen derzeit den Autoherstellern und ihren Zulieferern zu schaffen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die VW-Tochter Audi 850. 000 Fahrzeuge ihres Volumenmodells A4 in die Werkstätten zurückrufen muss – allein 150.000 davon in Deutschland. Durch einen Softwarefehler könne es vorkommen, dass Airbags bei Unfällen nicht auslösen, sagte ein Audi-Sprecher. Nach HAZ-Informationen kommen die betroffenen Airbag-Steuergeräte vom hannoverschen Zulieferriesen Continental. Gleichzeitig weitet sich der Skandal um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata aus.

Vom Audi-Rückruf betroffen sind Autos, die seit der neuen Version des A4 im Jahr 2012 bis Mitte Oktober 2014 gebaut wurden. In Deutschland müssten 150.000 Wagen aller Ausführungen (Limousine, Avant und Allroad) zurück in die Werkstätten, hieß es. Der A4 ist das meistgebaute Auto von Audi. Der Hersteller untersucht nach eigenen Angaben eine „einstellige Zahl“ von Unfällen, bei denen der Airbag aufgrund des Fehlers nicht funktioniert haben könnte. Derzeit bestehe allerdings nur ein Verdacht.
Alle Besitzer betroffener Fahrzeuge würden nun über das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeschrieben. „Für den Kunden ist das eine halbe Stunde Aufenthalt in der Werkstatt“, sagte der Sprecher. Für Continental dürften die Folgen größer sein, sollte sich der Verdacht bestätigen. Für die Folgekosten eines Rückrufs werden die Zulieferer häufig in Regress genommen. Airbagsysteme entwickelt und fertigt bei Conti die Sparte Interior mit Sitz in Regensburg.

Die Rückrufserie wegen defekter Airbags des japanischen Autozulieferers Takata in den USA hat die Justiz auf den Plan gerufen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wolle klären, ob die Firma gegenüber Aufsehern irreführende Aussagen zur Sicherheit der Airbags gemacht habe, berichtet das „Wall Street Journal“.

Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass das Problem mit den defekten Airbags, die während des Entfaltens platzen oder sich erst gar nicht öffnen, weitaus größere Dimensionen hat als bisher bekannt. Die amerikanische Verkehrsaufsicht NHTSA korrigierte die Zahl der betroffenen Fahrzeuge um rund drei Millionen nach oben. Seit 2013 mussten die Hersteller damit insgesamt rund 7,8 Millionen Autos wegen der Airbags des Zulieferers zurückrufen.

 

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