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Außenhandel in China schrumpft unerwartet stark

Konjunktur Außenhandel in China schrumpft unerwartet stark

Wegen schwacher Nachfrage aus dem Ausland sind Chinas Exporte erneut eingebrochen: Die Ausfuhren sanken im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent. Das «Jahr des Affen» beginnt aber auch mit einer guten Nachricht: Die Börsen starten ohne den befürchteten Crash.

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Im vergangenen Jahr hat China mit 6,9 Prozent das schwächste Wirtschaftswachstum seit 25 Jahren verzeichnet.

Quelle: Wu Hong/dpa

Peking. Nach einer kurzen Verschnaufpause im Dezember geht es mit Chinas Außenhandel wieder steil bergab: Sowohl Exporte als auch Importe der zweitgrößten Volkswirtschaft blieben im Januar erneut hinter den Erwartungen von Ökonomen zurück. Wie die Zollverwaltung in Peking am Montag mitteilte, sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 6,6 Prozent. Für die Einfuhren ging es sogar um 14,4 Prozent bergab.

Die neuen Handelszahlen deuten einerseits auf eine weiterhin mangelnde heimische Nachfrage durch die langsamere Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Andererseits zeigen sie, dass wegen der schwächelnden Weltwirtschaft auch die Nachfrage aus dem Ausland weiter abnimmt.

Zumindest teilweise sind für die schlechten Zahlen aber auch die Feiertage um das chinesische Neujahrsfest vergangene Woche verantwortlich, wie die Analysten Liu Li-Gang und Louis Lam vom australischen Bankhaus ANZ am Montag schrieben. Viele Unternehmen versuchten demnach, noch vor Beginn der langen Urlaubzeit um den wichtigsten chinesischen Feiertag ihre Fracht ins Ausland zu verschiffen. Deshalb seien die Exporte im Dezember das erste Mal seit neun Monaten leicht angezogen, dann aber im Januar wieder stark zurückgegangen.

Insgesamt lagen die Exporte im ersten Monat des Jahres noch bei 1,14 Billionen Yuan (155 Milliarden Euro). Die Importe wurden auf 737,5 Milliarden Yuan (100,14 Milliarden Euro) beziffert. Der Handelsüberschuss, also die Differenz aus Exporten und Importen, stieg damit auf 406,2 Milliarden Yuan (55,16 Milliarden Euro).

China hatte im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent das schwächste Wirtschaftswachstum seit 25 Jahren verzeichnet. Die Regierung in Peking versucht, das Wachstumsmodell des Landes umzustellen. Die Wirtschaft des Landes soll künftig weniger von einer exportstarken Industrie abhängig sein. Dafür soll der Dienstleistungssektor gestärkt werden.

Anders als der Außenhandel, zeigten sich die Aktienmärkte am erste Handelstag im «Jahr des Affen» relativ robust. Nach einer Woche Handelspause wegen der Feiertage um das chinesische Neujahrsfest, schloss der Composite Index in Shanghai nur 0,6 Prozent im Minus. Dabei hatten viele Analysten vor heftigen Kursabschlägen gewarnt. Sie rechneten mit einer Nachholreaktion auf die vergangene Woche weltweit eingebrochenen Aktienmärkte. In Japan waren die Kurse während der Feiertage in China knapp 11 Prozent abgesackt, in Deutschland gab der Dax um 4,5 Prozent nach. 

dpa

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