Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Autobauer wollen Tesla auskontern

Deutsche Premiumhersteller planen E-Mobile Autobauer wollen Tesla auskontern

Die deutschen Oberklasse-Hersteller planen einen Großangriff auf den Elektro-Autobauer Tesla. Sowohl bei Audi als auch bei BMW und Daimler gebe es Pläne für PS-starke E-Mobile mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometer pro Batterieladung, verlautet aus der Branche.

Voriger Artikel
Airbus bringt Rekordgeschäft zum Abschluss
Nächster Artikel
Nebenkosten gesunken – für viele Mieter gibt es Geld zurück

Auf Messen oft bestaunt: Die Elektroautos von Tesla, hier ein Prototyp des Model X mit Flügeltüren. Foto: dpa

Quelle: Britta Pedersen

Hannover. Am weitesten vorgewagt hat sich bislang die VW-Tochter Audi. Die Ingolstädter wollen auf IAA im September eine erste Studie vorstellen. Gerade haben sie zudem eine Vereinbarung mit den koreanischen Batterieherstellern LG und Samsung unterzeichnet, die für die Belieferung von Audi Millionen in den Ausbau ihrer Zellenfertigung in Europa investieren werden.

Sowohl Audi als auch BMW arbeiten derzeit an rein elektrisch betriebenen Geländewagen (SUV), die in gut drei Jahren auf den Markt kommen sollen. Damit verbinden sie zwei Vorteile: SUV sind gerade auf dem deutschen Heimatmarkt die derzeit wachstumsstärkste Fahrzeugklasse. Zudem lassen sich die gewaltigen Batterieblöcke, die für ein Fahrzeug mit 500 Kilometer Reichweite nötig sind, in den geräumigen Fahrzeugen leichter unterbringen. Tesla selbst ist den deutschen Autobauern hier allerdings bereits voraus. Der US-Konzern plant ebenfalls den Start eines SUV - allerdings schon Ende dieses Jahres.

Bislang hat der vom IT-Manager Elon Musk quasi aus dem Nichts aufgebaute Konzern nur Sportwagen im Programm. Ihre Preise beginnen bei 70 000 Euro und enden bei deutlich über 100.000 Euro. Noch schreibt Tesla tiefrote Zahlen und musste zuletzt auch seine Wachstumspläne nach unten korrigieren. Und trotzdem: In den USA belegt das Modell S unter den meistverkauften Premiummodellen bereits Platz zwei - weit vor Audi und BMW. Selbst in Deutschland, der Heimat der Premiumhersteller, liege Tesla in der Oberklasse bereits an vierter Stelle, wenn man den Markt um die Zulassungen bereinige, die auf Autobauer, Händler und Vermieter entfielen, sagt der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Er ist sich sicher: „Tesla auf die leichte Schulter zu nehmen, ist eine riskante Wettbewerbsstrategie.“

Johnson Controls entlastet Hannover

Neues Werk in China: Der US-Autozulieferer Johnson Controls baut im Nordosten Chinas eine neue Fabrik für Start-Stopp-Batterien. Bis zum Produktionsstart 2018 sollen mehr als 200 Millionen Dollar am Standort Shenyang investiert werden, teilte der Konzern am Montag mit. Das Werk soll künftig 6 Millionen Autobatterien im Jahr fertigen – und damit vor allem die Fabrik in Hannover entlasten. Die frühere Varta-Zentrale mit ihren 1300 Mitarbeitern exportiert derzeit noch Start-Stopp-Batterien nach China. Die Stromspeicher für Autos, die an der roten Ampel komplett ausschalten, sind auch auf dem wichtigsten Automarkt der Welt zunehmend gefragt.

Hannover als Europazentrale des Batteriegeschäfts von Johnson Controls ist in den vergangenen Jahren mit 120 Millionen Euro modernisiert und ausgebaut worden. Hier setzte der US-Konzern schon früh auf die Start-Stopp-Technologie, die in Europa inzwischen auf dem Weg zur Serienausstattung für nahezu alle Autos ist. So können die Hersteller mit vergleichsweise geringem Aufwand ihre CO2-Kennzahlen verbessern. Für das hannoversche Werk, das auf gut 10 Millionen Einheiten ausgelegt ist, gebe es deshalb auch ohne die Fertigung für China genug zu tun, sagte eine Sprecherin. Man werde sich darauf konzentrieren, die europäische Nachfrage zu bedienen.

lr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kooperation mit Lichtblick

Einen leistungsstarken Batteriespeicher für Privathaushalte will der US-Elektroautohersteller Tesla im Sommer auf den Markt bringen. Der Speicher soll gerade auf dem deutschen Markt zur Energiewende beitragen, und beispielsweise Solarstrom speichern und bei Bedarf wieder abgeben.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 81,13 +2,83%
CONTINENTAL 169,82 +2,54%
DELTICOM 17,03 +4,50%
HANNO. RÜCK 101,30 +1,81%
SALZGITTER 31,30 +1,78%
SARTORIUS AG... 69,53 +1,13%
SYMRISE 54,76 -2,72%
TALANX AG NA... 30,51 +2,02%
TUI 12,46 +0,87%
VOLKSWAGEN VZ 121,73 +2,84%
DAX
Chart
DAX 10.710,00 +0,24%
TecDAX 1.704,00 +0,18%
EUR/USD 1,0750 -0,09%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 15,45 +4,86%
BMW ST 82,41 +3,40%
THYSSENKRUPP 21,94 +3,21%
LINDE 156,28 +0,04%
Henkel VZ 106,88 +0,28%
BEIERSDORF 75,84 +0,45%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 154,79%
Polar Capital Fund AF 102,15%
Stabilitas GOLD+RE AF 93,39%
Morgan Stanley Inv AF 91,64%
First State Invest AF 89,33%

mehr