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Deutschland / Welt Hier leben Azubis am besten
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12:13 05.07.2018
Den Kasseler Königsplatz schmückt derzeit ein Kunstwerk der Documenta 14, ein etwa 16 Meter hoher Obelisk von US-Künstler Olu Oguibe. Quelle: dpa
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Berlin

In der nordhessischen Großstadt Kassel lebt es sich als Azubi am besten – das hat eine Studie des privaten Bildungsanbieters WBS Gruppe ergeben. Das Unternehmen hat die 40 größten deutschen Städte anhand verschiedener Kriterien analysiert – darunter Lebenshaltungskosten, Freizeit- und Ausbildungsangebot sowie Verkehrsanbindung. Pro Variable wurde jeweils ein bis 40 Punkte vergeben, besonders wichtige Faktoren wie die Mietpreise wurden doppelt gewichtet (genaue Punktevergabe im Infokasten).

Insgesamt erreicht Kassel so 436 von 520 möglichen Punkten, gefolgt von Hannover mit 366 und Chemnitz mit 361 Punkten. Kassel punktet dabei vor allem beim Freizeitangebot – bei den Lebenshaltungskosten sichern sich dagegen die Städten aus den neuen Bundesländern die besten Plätze.

Die wenigsten Punkte bekommt Rostock in der Auswertung. Zwar haben Azubis dort vergleichsweise geringe Lebenshaltungskosten, dafür gibt es aber eine schlechte Verkehrsanbindung und ein wenig attraktives Freizeitangebot, bescheinigten die Studienautoren. Weit unten im Ranking stehen außerdem Hamburg und München, hier drücken besonders die hohen Mietkosten die Wertung.

So wurden die Punkte vergeben

Die Studie bewertet insgesamt zehn Variablen in den einzelnen Oberkategorien.

In der Kategorie Lebenshaltung:

1. Durchschnittlicher Mietpreis (WG-Zimmer, warm)

2. Durchschnittlicher Supermarktwarenkorb (je ein Kilogramm Kartoffeln, Äpfel, Bananen, Zwiebeln und 500 Gramm Weißbrot)

In der Kategorie Verkehr:

3. Preis für ein ÖPNV-Jahresticket

4. Anzahl Verbindungen der Deutschen Bahn (ICE, IC, EC)

5. Entfernung zum nächsten großen Flughafen

In der Kategorie Freizeitaktivität:

6. Durchschnittlicher Preis für Cola/Bier in Bar

7. Durchschnittlicher Preis fürs Hallenbad

8. Durchschnittlicher Preis für ein Kinoticket

In der Kategorie Ausbildungsangebot:

9. Anzahl Auszubildende pro Einwohner

10. Anzahl Berufsschulen pro Quadratkilometer

Doppelt bewertet wurden die Variablen Mietpreis, ÖPNV-Ticketpreis und die Anzahl der Auszubildenden pro Einwohner.

Von Anne Grüneberg/RND

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