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BMW, Opel und Fiat schließen Manipulation aus

Skandal um Abgaswerte BMW, Opel und Fiat schließen Manipulation aus

Nach dem Skandal um gefälschte Abgaswerte bei VW bemüht sich die Branche um Schadensbegrenzung. Mehrere Autobauer schlossen gefälschte Abgaswerte bei ihren Fahrzeugen aus.

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Auch in Europa sind Dieselautos von Volkswagen mit manipulierten Abgaswerten unterwegs.

Quelle: dpa

Rüsselsheim/Wolfsburg . Mehrere Autobauer haben nach dem Abgasskandal bei Volkswagen Manipulationen an ihren Fahrzeugen ausgeschlossen. „General Motors und seine Marken halten sich in allen Fahrzeugen strikt an die Emissionsvorgaben“, teilte Opel, das zu General Motors gehört am Donnerstag in Rüsselsheim mit. Auch Fiat Chrysler schloss gefälschte Abgasmessungen in seinen Fahrzeugen aus. "Ich bin besonders stolz darauf, dass Fiat Chrysler weltweit zu den Firmen zählt, die am meisten die Umwelt respektieren", sagte Aufsichtsratschef John Elkann bei einer Veranstaltung in Rom.

BMW wies am Donnerstag einen Bericht über erhöhte Abgaswerte bei einem seiner Dieselfahrzeuge zurück. Das von der "Auto-Bild" zitierte Ergebnis eines Straßentests durch das Forschungsinstitut ICCT sei dem Unternehmen nicht bekannt, erklärte BMW. Es sei daher "derzeit weder nachvollziehbar noch erklärbar". Bei der BMW Group werde nicht manipuliert, "und wir halten uns selbstverständlich in jedem Land an die gesetzlichen Vorgaben und erfüllen alle lokalen Testvorgaben". Bei allen Fahrzeugen werde in der Abgasbehandlung nicht zwischen Rollen- und Straßenbetrieb unterschieden. Die "Auto-Bild" hatte berichtet, der BMW X3 xDrive 20d habe bei Straßentests des ICCT "auffällige Stickoxidwerte" produziert. Das Dieselfahrzeug habe die europäische Abgasnorm dabei um mehr als das Elffache überschritten. Daraufhin gab der Kurs der BMW-Aktie zeitweise um fast zehn Prozent nach.

Auch Seat und Skoda betroffen

Unterdessen wurde bekannt, dass von den Problemen mit manipulierten Abgaswerten neben Audi weitere VW-Konzerntöchter betroffen sind. Innerhalb des Konzerns teilen sich die Unternehmen etliche Bauteile, darunter auch Motoren und Getriebe. Ein Sprecher der Volkswagentochter Skoda bestätigte, Modelle der Reihen Fabia, Roomster, Octavia und Superb aus den Jahren 2009 bis 2013 seien teilweise mit den betroffenen Dieselmotoren ausgerüstet worden. Bei aktuellen Modellen gebe es keine Probleme. Auch Seat bestätigte, dass in dem Werk der spanischen VW-Tochter Fahrzeuge mit der manipulierten Diesel-Technologie montiert worden seien. Die genaue Zahl sei nicht bekannt, verlautete aus Unternehmenskreisen. Eine Untersuchung solle nähere Aufschlüsse bringen. Die spanische Zeitung "El País" berichtet, dass seit 2009 bei Seat eine halbe Million Autos mit der manipulierten Abgas-Technologie montiert worden seien. Als Quelle wurden inoffizielle Kreise genannt, die mit dem Unternehmen in Verbindung stünden.

Volkswagen hatte bei rund 11 Millionen Dieselautos eine spezielle Software eingesetzt, die bei Tests zu einer besseren Abgasreinigung und geringeren Schadstoffwerten führte als im Normalbetrieb der Autos. Zuletzt wurden Vermutungen laut, neben VW könnten auch andere Autobauer bei Messungen getäuscht haben. Wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Donnerstag mitteilte, sind auch in Europa Dieselautos von Volkswagen mit manipulierten Abgaswerten unterwegs.

dpa/afp/frs

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