Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
BP will Entschädigungen für Ölpest-Opfer stutzen

Golf von Mexiko BP will Entschädigungen für Ölpest-Opfer stutzen

Sind Betroffene der Umweltkatastrophe keinem Risiko künftiger Verluste ausgesetzt? Der britische BP-Konzern sieht das so und will nach der Ölpest im Golf von Mexiko Entschädigungen für zukünftige Einbußen Betroffener kräftig stutzen.

Voriger Artikel
Opel rechnet für 2012 mit Millionengewinn
Nächster Artikel
Ab 2012 kontaktlos Bezahlen in Deutschland

Im April 2010 war die Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko in Brand geraten.

Quelle: dpa (Archiv)

Washington. Der britische BP-Konzern will nach der Ölpest im Golf von Mexiko Entschädigungen für zukünftige Einbußen Betroffener kräftig stutzen. Jüngste Wirtschaftsdaten „legen nicht nahe, dass Einzelpersonen und Firmen einem materiellen Risiko künftiger Verluste“ durch die Umweltkatastrophe ausgesetzt seien, heißt es in einem am Freitag (Ortszeit) bekanntgewordenen Papier des Konzerns, das an den staatlich verwalteten Entschädigungsfonds (GCCF) ging. Als Folge der Ölpest hatte BP auf Druck der US-Regierung den mit 20 Milliarden Dollar (rund 14 Milliarden Euro) ausgestatteten Fonds eingerichtet, aus dem Opfer der Katastrophe entschädigt werden sollen.

BP machte in dem Dokument jedoch auch klar, dass der Konzern „sich weiterhin verpflichtet fühlt, alle legitimen Ansprüche zu begleichen“. Jedoch müsse der GCCF seine Bewertung künftiger Verluste überprüfen, forderte das britische Unternehmen.

Es gebe „mehrere Stränge von Beweisen“, die zeigten, dass die Erholung der Wirtschaft am Golf schon Ende 2010 eingesetzt habe und sich die positive Entwicklung 2011 fortgesetzt habe. Die Wirtschaft der Region sei „stark“, und es gebe keine Grundlage anzunehmen, dass Antragsteller, „von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen“, künftige Einbußen aufgrund der Ölpest befürchten müssten. Zu solchen Ausnahmen zählten etwa Austernfischer, die eine Zerstörung ihrer Muschelbänke durch das ausgetretene Öl nachweisen könnten.

Für viele Fischer am Golf von Mexiko sind die Folgen der Ölpest aber noch gar nicht abzusehen. „Ein Thunfisch braucht 5 bis 15 Jahre, um erwachsen zu werden“, sagte Cheril Carey, die für eine Firma in Louisiana die Fischart im ganzen Land verkauft, dem Lokalsender 4WWL. „Wir mögen ja jetzt Fische haben, aber vielleicht nicht in 5 bis 15 Jahren.“ Auch Krebsfischer zeigten sich besorgt, weil viele der Tiere in diesem Jahr keine Eier gelegt hätten. „Das wird eine langfristige Sache, weil es sich schon in diesem Jahr zeigt“, sagte David Frazier.

Der GCCF zahlte nach Angaben der US-Zeitung „The Hill“ bislang mehr als 4,5 Milliarden Dollar an Geschädigte aus. Der Fonds hatte im August 2010 die Verwaltung der Zahlungen übernommen. Das Programm soll bis 2013 laufen. Nach dem Untergang der von BP geleasten Ölplattform „Deepwater Horizon“ im April 2010 waren 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf gelaufen, mehr als 1000 Kilometer Küste waren betroffen. Es war die schlimmste Ölpest der amerikanischen Geschichte.

dpa/jhf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 142,45 +0,39%
CONTINENTAL 212,27 -0,61%
TUI 14,93 -0,07%
SALZGITTER 42,29 +1,25%
HANNO. RÜCK 104,80 -0,92%
SYMRISE 65,40 +0,89%
TALANX AG NA... 34,13 -0,58%
SARTORIUS AG... 80,17 +1,66%
CEWE STIFT.KGAA... 80,02 -0,25%
DELTICOM 12,66 -1,45%
DAX
Chart
DAX 13.006,00 +0,11%
TecDAX 2.500,00 +0,54%
EUR/USD 1,1742 -0,25%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LINDE 182,30 +2,44%
INFINEON 22,70 +1,26%
HEID. CEMENT 85,79 +1,05%
DT. BANK 14,25 -1,08%
MÜNCH. RÜCK 185,97 -0,97%
MERCK 93,48 -0,74%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 221,87%
AXA World Funds Gl RF 162,25%
Commodity Capital AF 151,98%
Allianz Global Inv AF 115,08%
BlackRock Strategi AF 114,86%

mehr