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Bahn greift Kunden 2017 wieder in die Tasche

Preiserhöhungen Bahn greift Kunden 2017 wieder in die Tasche

Wenn am Sonntag der neue Fahrplan der Deutschen Bahn in Kraft tritt, erspart der Konzern seinen Kunden die lange Zeit üblichen Preiserhöhungen. Die nächsten Anhebungen der Tarife sind allerdings schon fest eingeplant beim Staatskonzern.

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Vorverkaufsfrist entfällt: Sparpreise gibt es jetzt auch am Reisetag.

Quelle: Peter Endig

Berlin. Die Konkurrenz ist gewachsen, und so versucht die Deutsche Bahn, mit stabilen Preisen im Fernverkehr die Abwanderung der Fahrgäste zu Fernbussen und Billigfliegern zu bremsen. In den Jahren 2017 bis 2020 aber müssen Bahnfahrer wieder mit höheren Kosten rechnen. Der Konzern will mit seinen Fernzügen von 2016 bis 2020 einen Mehrumsatz von einer Milliarde Euro erreichen. Dazu sollen unter anderem auch die Fahrpreise in den Fernzügen wieder steigen - und zwar „in jedem Jahr zwischen 1,9 und 2,9 Prozent“. So steht es in vertraulichen Unterlagen der Führungsebene.

Zu dem Konzept gehören außerdem Werbekampagnen mit Aktionspreisen, um Neukunden zu gewinnen. Von schnelleren Verbindungen und neuen Zügen wie dem ICE 4 verspricht sich die Konzernspitze weitere Mehreinnahmen. Auch ein verbessertes Image, zum Beispiel mehr Sauberkeit, Pünktlichkeit und kostenloses WLAN an Bord, soll mehr Fahrgäste anlocken.

Die Offensive zur Ausweitung des Flächennetzes, mit der von 2019 an wieder mehr Städte direkte Fernverkehrsanschlüsse bekommen sollen, verspricht ebenfalls zusätzliches Geschäft. Die geplanten Mehreinnahmen sollen auch dazu beitragen, dass das operative Ergebnis der Fernverkehrssparte bis 2020 auf 562 Millionen Euro steigt. Nach dem jüngsten Einbruch wäre das eine Vervierfachung.

Gleichzeitig sind allerdings auch deutlich steigende Schulden für die Fernverkehrssparte eingeplant. Denn gerade hier will der Konzern stark investieren und hat zum Beispiel die längst überfälligen Großbestellungen für moderne Zugflotten auf den Weg gebracht.

Wichtige Änderungen zum Fahrplanwechsel

  • Der Normalpreis heißt jetzt Flexpreis. Damit können Kunden flexibel und ohne Bindung an einen bestimmten Zug reisen. Das will die Bahn gleich im Namen deutlich machen.
  • Sparpreise für ICE, Inter- und Eurocity gibt es nun auch noch am Reisetag – wenn die entsprechenden Kontingente noch nicht ausverkauft sind. Die bisherige Vorverkaufsfrist für Billigtickets ab 19 und 29 Euro entfällt.
  • Im Fernverkehr verzichtet der Konzern weitgehend auf Preiserhöhungen. Auch die Bahncard wird nicht teurer. Wer allerdings im Fernverkehr die Neubaustrecke Erfurt–Halle/Leipzig nutzt, muss tiefer in die Tasche greifen, kommt aber schneller ans Ziel. Der Preis erhöht sich um bis zu 7 Euro.
  • Im Regionalverkehr, dessen Preise auch von den kommunalen Verkehrsverbünden bestimmt werden, werden die meisten Fahrten erneut teurer. Die Tickets kosten im Schnitt rund 2 Prozent mehr als bisher. Die Preise für Zeitkarten und Abonnements von Pendlern und Schülern bleiben dagegen stabil. Auch das Quer-durchs-Land-Ticket und das Schönes-Wochenende-Ticket werden nicht teurer.     

Von Thomas Wüpper

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