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So will die Bahn das Warten angenehmer machen

"Innovative Wartewelten" in München So will die Bahn das Warten angenehmer machen

Kann das Warten auf einen Zug Spaß machen? Eher nicht. Allerdings hat die Deutsche Bahn vor, den Aufenthalt in den Bahnhöfen angenehmer zu machen. Momentan werden entsprechende Angebot in München getestet.

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Moos, Memory und Puzzles: Die Deutsche Bahn will den Aufenthalt in ihren Bahnhöfen angenehmer machen

Quelle: Uwe Miethe

München. Doch die Bahn arbeitet offenbar an diesem Problem – das Warten auf den nächsten Zug soll künftig mehr Spaß machen. „DB testet innovative Wartewelten“, mit diesen Worten berichtete das Verkehrsunternehmen gestern vom neuesten Projekt des Konzerns. Der Test findet im Hauptbahnhof in München statt, dort werden nun „drei innovative Konzepte rund um das Thema Aufenthalt am Bahnhof“ ausprobiert.

Wer also mal wieder wegen einer Zugverspätung unfreiwillig stundenlang am Bahnhof herumhängt, findet zumindest in München neue Angebote, um sich die Wartezeit zu verkürzen. Familien mit Kindern werden begrüßen, dass die Bahn für sie Spiele wie Memory und Schiebepuzzle bereithält. Und wenn der echte ICE auf sich warten lässt, können die kleinen Fahrgäste wenigens in einem Holz-ICE Platz nehmen und spielen.

Im Bereich des „grünen Wartens“ soll „eine vertikale Wand aus echtem Moos den CO2-Gehalt in der Luft“ senken und „für eine entspannte Atmosphäre“ sorgen. In Schweden gebe es das schon, verrät die Bahn.
Spielen im Holzzug und sauerstoffreiche Luft fördern bekanntlich den Appetit. Deshalb offeriert die Bahn künftig im Wartebereich unter der Überschrift „Brotzeit“ eine Auswahl von Snacks und Getränken. Und damit niemand vor lauter Freude am Warten in den „Wartewelten“ seinen Zug verpasst, wurde dort ein „Infomonitor“ installiert, der die aktuellen An- und Abfahrtszeiten der Züge anzeigt.

„Wir möchten die Aufenthaltsqualität an unseren Bahnhöfen weiter erhöhen und haben dazu unsere Kunden befragt“, erklärte André Zeug, Vorstandschef der DB Station & Service AG. Zunächst will die Bahntochter die „Wartewelten“ bis März 2017 nur in München testen – was davon bei der reisenden Kundschaft gut ankommt, soll anschließend deutschlandweit in den Aufenthaltszonen der Bahnhöfe angeboten werden.

Memory und Moos sind Bestandteil „des größten Konzernumbaus der DB seit der Bahnreform 1994“, wie es beim Unternehmen heißt. Das mehrjährigen Programm mit dem Titel „Zukunft Bahn“ steht Unternehmen „für mehr Qualität in allen Geschäftsbereichen und im Systemverbund Schiene“.     

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