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Schienentechnik

Bahn will nach Pannen enger mit Herstellern kooperieren


Nach den Achsen-Problemen bei der ICE-Flotte und dem monatelangen Chaos bei der Berliner S-Bahn will die Deutsche Bahn AG enger mit der Schienentechnikindustrie kooperieren.
Berliner S-Bahn

Berliner S-Bahn

© afp

„Wir wollen und müssen aus den technischen Problemen lernen zusammen mit der Industrie. Die Hersteller dürfen uns dabei nicht alleinlassen“, sagte Bahn-Technikvorstand Volker Kefer der „Welt am Sonntag“. „Wir müssen künftig früher und enger mit der Industrie bei der Fahrzeugentwicklung zusammenarbeiten“, wird Kefer zitiert.

Die Deutsche Bahn wolle aber nicht in die alte Rolle zu Zeiten der Bundesbahn zurück, als das Unternehmen die Züge selbst konstruiert habe. „Die Verantwortung für die Entwicklung muss bei den Herstellern bleiben. Aber wir wollen uns mit unseren Stärken und der Erfahrung insbesondere aus dem praktischen Betrieb mehr einbringen“, sagte Kefer. Nach den Pannen im Fernverkehr und bei der Berliner S-Bahn hatte Konzernchef Rüdiger Grube das Technik-Ressort, an dessen Spitze Kefer berufen wurde, neu geschaffen.

Der Hersteller Bombardier reagierte aufgeschlossen: „Wir kooperieren schon jetzt eng mit der Deutschen Bahn und haben keine Berührungsängste, diese Zusammenarbeit auszubauen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Bombardier Transportation Germany, Klaus Baur, der Zeitung. Der kanadische Konzern, der seine Schienensparte aus Berlin steuert, steht als Hersteller der besonders von Ausfällen betroffenen Baureihe bei der Berliner S-Bahn derzeit in der Kritik.

Generelle Skepsis an den Zügen von Bombardier wies Baur als unbegründet zurück: „Unsere Züge werden auf eine Verfügbarkeit von 95 bis 98 Prozent ausgelegt, dies wird bei Übergabe ausgiebig durch den Betreiber und uns geprüft. Und nicht verfügbar bedeutet nicht automatisch einen Schaden, sondern, dass die Züge auch in den Werken zur Wartung sind.“

ap

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