„Wir nehmen den Fall sehr ernst“, sagte Kardinal Janis Pujats am Mittwoch. Das Oberhaupt der katholischen Landeskirche forderte gemeinsam mit seinen russisch-othodoxen und lutheranischen Kollegen, das Innenministerium müsse den Vorgang förmlich untersuchen. Die Kirchenväter vermuten, dass hinter dem Vorschlag „Satanisten und nicht nur zynische Geldverleiher“ stehen.
Das Unternehmen Kontora mit Sitz in Riga bietet derzeit allen Bürgern, die knapp bei Kasse sind, Kredite zwischen umgerechnet 70 und 700 Euro zum Jahreszins von 365 Prozent an. Einzige Bedingung, so schreibt es auf seiner Internetseite, sei, dass der Antragsteller zur Verpfändung seiner Seele bereit sei. „Das ist nur fair“, verteidigte ein anonymer Mitarbeiter gegenüber der russischsprachigen Lokalzeitung „Westi Segodna“ das unmoralische Angebot.
„Jeder, dem seine Seele teuer ist, wird sich bemühen das Geld zurückzuzahlen“. Ob Kontora mit dem Angebot bereits Kunden gewinnen konnte, war zunächst unklar. Lettland ist von der internationalen Finanzkrise besonders schwer getroffen: Seiner Wirtschaft wird dieses Jahr ein Rückgang um 18 Prozent vorhergesagt.
afp
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Kommentare
Fast wie beim Sündenerlass ... Christophe – 09.07.09
der katholischen Kirche im Mittelalter. Nur ging es damals um Wein, Weib, Gesang und Machterhalt.Ich habe mit sowas kein Problem. Immerhin steht die Bank dazu, was man von Kirche nicht sagen kann.
Aber so ist das Leben, nicht immer gerecht! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Seele verpfänden mike – 09.07.09
Wir haben es ja schon geahnt, daß hinter den Banken der Teufel steckt... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben