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Banken müssen beim Wechsel zur Konkurrenz helfen

Neues Gesetz Banken müssen beim Wechsel zur Konkurrenz helfen

Die Banken müssen ihren Kunden künftig helfen, zu einem anderen Geldinstitut zu wechseln. Der Gesetzgeber verpflichtet die Banken, ihren Kunden die mit dem Wechsel verbundene Formalitäten abzunehmen. Der Sparkassenverband Niedersachsen bringt wenig Verständnis für die neuen Vorgaben auf.

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Entscheidet sich der Kunde für ein anderes Geldinstitut, müssen Banken künftig beim Girokonto-Wechsel helfen.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Hannover. „Wir finden es merkwürdig, dass wir Kunden, die uns verlassen wollen, noch unentgeltliche Dienstleistungen erbringen sollen“, hieß es vom Verband. „So etwas gibt es in anderen Branchen mit Sicherheit nicht.“

Die Banken und Sparkassen müssen damit rechnen, dass sich durch die Neuregelung der Kundenschwund verstärkt, den jüngste Gebührenentscheidungen ausgelöst haben. Die Bereitschaft von Kunden, sich eine andere Bank zu suchen, ist deutlich gestiegen, da zahlreiche Geldhäuser ihre Gebühren erhöhen – zuletzt hatte die Postbank mitgeteilt, das Girokonto nicht mehr kostenlos anzubieten. Auch die Sparkasse Hannover hat nach der Abschaffung des kostenlosen Girokontos in diesem Sommer bereits Kunden verloren. Seit dem 1. Juli kostet das Girokonto pauschal 7 Euro pro Monat. Preiserhöhungen gibt es auch bei der Hannoverschen Volksbank.

Wechsel noch höchstens zwölf Werktage dauern

Die Neuregelung zum Bankenwechsel ist Teil des Zahlungskontengesetzes. Demnach ist die Bank verpflichtet, kurzfristig alle regelmäßigen Buchungen des Kunden wie Daueraufträge und Lastschriften an das neue Geldinstitut zu übermitteln. Dieses wiederum muss dann die Zahlungspartner des Kunden wie etwa Versicherungen, Vermieter oder Vereine über das neue Konto informieren. Auch soll vom 18. September an ein Kontowechsel auch nur noch höchstens zwölf Arbeitstage dauern.

 

Der Aufwand bei solchen Wechseln kann für die Banken gerade bei viel genutzten Konten mit einer Vielzahl von regelmäßig anfallenden Buchungen beträchtlich sein. Die Institute müssen dies aber nicht mehr allein bewältigen – moderne Technik hilft. Unter den sogenannten Fintechs – also jungen Firmen, die Apps für Finanzanwendungen entwickeln – haben einige das Thema Kontowechsel entdeckt: Firmen wie Fino digital, Finreach, Kontowechsel24 oder Dwins leben von der Untreue der Bankkunden. Sie haben die nötige Software, die den Wechsel zum großen Teil automatisiert.

Gerade die Banken, die weiterhin ein kostenloses Girokonto anbieten wollen, sehen jetzt ihre Chance, Marktanteile zu gewinnen. Dies gilt zum Beispiel für die Commerzbank. „Mit dem neuen Gesetz ist der Kunde alle Verpflichtungen los. Der Prozess wird einfacher, sicherer und schneller“, sagte der hannoversche Niederlassungsleiter Michael Koch.

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