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Arbeit an der Frauenquote

Marktforschung Arbeit an der Frauenquote

Von Ursula Piëch ist bekannt, dass sie nicht nur den Vorsitzenden des VW-Aufsichtsrats intensiv berät, sondern hier und da auch Wolfsburger Entwickler mit dem weiblichen Blick aufs Auto bekannt macht. Das ist bitter nötig, denn hier wird offenbar eine nicht ganz kleine Kundengruppe vernachlässigt

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Marktforscher: Autobauer ignorieren die größte Zielgruppe - Frauen.

Quelle: dpa

Hannover. Der Anteil der Frauen an den privaten Neuwagenkunden stagniere seit Jahren bei rund einem Drittel, hat jetzt eine Studie des Duisburger CAR-Forschungszentrums ergeben.
Der Schluss der Forscher ist messerscharf: Bei 51,2 Prozent Frauenanteil an der Gesamtbevölkerung sei das ein unterdurchschnittlicher Anteil. Besonders schwer tun sich der Erhebung zufolge die Premiummarken wie Mercedes, Audi, BMW, Jaguar und Porsche. Zwischen 15 und 30 Prozent liegt dort der Frauenanteil unter den Privatkunden, Dienstwagenfahrer also herausgerechnet. Relativ gut halten sich dagegen glanzlosere Marken wie Hyundai, Peugeot und Renault mit rund 40 Prozent.

Der Rückschluss, dass Frauen generell nüchterner an die Sache herangingen und weniger statusorientiert kauften, wäre allerdings voreilig. Mini, mit, sagen wir mal, selbstbewussten Preisen ausgestattete Imagemarke, entpuppt sich als echtes Unisex-Angebot: 52,1 Prozent Frauenanteil in diesem Jahr. CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer schließt daraus: „Frauen scheinen kompaktere Autos zu mögen, die aber durchaus chic und dynamisch sein und Premiumpreise haben dürfen.“ Dem Smart fehlen dagegen gleich mehrere dieser Eigenschaften, und so rangiert der Kleinstwagen zu Dudenhöffers Überraschung mit 30 Prozent Frauenanteil auf den hinteren Rängen – obwohl mit Annette Winkler eine Frau an der Spitze steht.

„Bis auf wenige Ausnahmen erfolglos“ seien die deutschen Autobauer beim Werben um Käuferinnen, konstatieren die Forscher. Von der Produktentwicklung über das Design bis zu den Händlerbetrieben sei alles zu sehr auf Männer ausgerichtet. „Der gesamte Marketingmix liegt schief.“ Das könnten sich die Hersteller allerdings keinesfalls leisten, denn der langfristige Trend auf dem deutschen Automarkt zeige nach unten – es werde die Chance vertan, den Abstieg mit einer neuen Zielgruppe zu stoppen. Mit einer gesetzlichen Frauenquote ist da wohl nichts zu machen.

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Von Redakteur Stefan Winter

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