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Deutschland / Welt Gesucht: Die "Mogelpackung des Jahres" 2015
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Gesucht: Die "Mogelpackung des Jahres" 2015
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10:36 05.01.2016
Drei von fünf Produkten, die für den Negativpreis "Mogelpackung des Jahres" nominiert wurden. Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg/Fotomontage
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Hamburg

"Machen Sie mit und verpassen Sie den Unternehmen einen Denkzettel". Mit diesem Slogan fordert die Verbraucherzentrale Hamburg verärgerte Verbraucher auf, sich an der Abstimmung für die Wahl zur "Mogelpackung des Jahres" zu beteiligen. Fünf Produkte, mit denen Hersteller nach Auffassung der Verbraucherschützer ihre Kunden "besonders getäuscht" haben, hat die Verbraucherzentrale Hamburg dazu nominiert.

Bei den fünf Kandidaten handelt es sich um die Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson, die Zahnpasta Dentagard von Colgate-Palmolive, den Finesse Schinken der Nestlé-Marke Herta, die "Kopfsteherflaschen" von Heinz Ketchup und die Kaffeekapseln Jacobs Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts. Was den Produkten im Einzelnen vorgeworfen wird, erfahren Sie in unserer Fotostrecke.

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Fünf Produkte hat die Verbraucherzentrale Hamburg für den Negativpreis "Mogelpackung des Jahres" nominiert. Darunter bebe Zartcreme (Johnson & Johnson): Bei allen Größen der Creme wurde, so die Verbraucherzentrale, die Füllmenge drastisch reduziert und zusätzlich der Preis im Handel erhöht. Unterm Strich wurde das Produkt daher bis zu 84 Prozent teurer und hat so den Negativpreis gewonnen.Infolge einer „kleineren  Optimierungen der Rezeptur“ bekamen Verbraucher zudem den Konservierungsstoff „Phenoxyethanol“ untergejubelt.

"Die nominierten Produkte haben wir aus zahlreichen Verbraucherbeschwerden im Jahr 2015 ausgewählt, weil die versteckte Preiserhöhung bei ihnen entweder sehr dreist oder ausgesprochen raffiniert umgesetzt wurde", erklärte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg, die den schmeichelhaften Preis seit 2013 verleiht.

Abstimmung noch bis 22. Januar

Hersteller und Händler würden seit vielen Jahren die Beschwerden der Verbraucher ignorieren und versuchen, Preiserhöhungen zu verstecken. Die Verbraucherschützer fordern deshalb eine Transparenzplattform, auf der Hersteller Füllmengenreduzierungen vorab veröffentlichen müssen, damit versteckte Preiserhöhungen nicht mehr möglich sind.

Wer den Negativpreis der "Mogelpackung des Jahres" bekommt, können Verbraucher noch bis zum 22. Januar mitbestimmen. Hier geht es zur Abstimmung.

afp/zys

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