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Deutschland / Welt Behörden erlauben Anbau von 7,2 Tonnen Cannabis in Deutschland
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Behörden erlauben Anbau von 7,2 Tonnen Cannabis in Deutschland
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18:39 17.04.2019
Für medizinische Zwecke dürfen zwei Firmen in Deutschland künftig mehrere Tonnen Cannabis anbauen. Quelle: AP
Bonn

Für medizinische Zwecke dürfen zwei Firmen in Deutschland künftig mehrere Tonnen Cannabis anbauen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gab am Mittwoch in Bonn bekannt, dass das Berliner Cannabis-Unternehmen Aurora Produktions GmbH den Zuschlag für eine erste Charge bekommen hat. Geplant ist dort ein jährlicher Ertrag von einer Tonne in einem Zeitraum von vier Jahren.

Außerdem darf die Firma Aphria Deutschland GmbH aus Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) in den kommenden vier Jahren 0,8 Tonnen jährlich anbauen. Mit der ersten Ernte wird im Herbst 2020 gerechnet.

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„Die heutige Zuschlagserteilung ist ein wichtiger Schritt für die Versorgung schwer kranker Patientinnen und Patienten mit in Deutschland angebautem Cannabis in pharmazeutischer Qualität“, erklärte der Präsident des Bundesinstituts, Karl Broich.

Die Ausschreibung umfasst insgesamt 10,4 Tonnen Cannabis in pharmazeutischer Qualität. Von den 13 Losen - wie die Teilmengen genannt werden - konnten vier nicht vergeben werden, weil ein unterlegener Bieter eine Nachprüfung beantragt hat.

Spatenstich in Leuna

Die Firma Aurora Deutschland will nach eigenen Angaben schon Anfang Mai den ersten Spatenstich machen für einen Biochemiepark in Leuna (Sachsen-Anhalt) - dort sollen die Pflanzen wachsen. Die Firma gehört zum börsennotierten kanadischen Konzern Aurora Cannabis Inc.

Seit März 2017 können sich Patienten in Deutschland medizinisches Cannabis regulär beim Arzt verschreiben lassen - damit sollen etwa Spastiken bei Multipler Sklerose oder chronische Schmerzen gelindert werden. Seither erlebt das Mittel einen Boom. Derzeit wird Cannabis zu medizinischen Zwecken komplett aus dem Ausland importiert.

Von RND/dpa