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Krankenkassen werden bis zu 25 Euro teurer

Anhebung der Beiträge Krankenkassen werden bis zu 25 Euro teurer

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen auf breiter Front. Mehr als 100 der insgesamt 118 Krankenkassen werden im kommenden Jahr teurer – an der Spitze steht dann die DAK mit einem Beitragssatz von 16,1 Prozent. Die 4,9 Millionen Mitglieder müssen von Januar an monatlich bis zu 25 Euro mehr bezahlen.

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Die 4,9 Millionen Mitglieder müssen von Januar an monatlich bis zu 25 Euro mehr bezahlen.

Quelle: dpa

Hannover. Man reagiere damit auf die steigenden Ausgaben, teilte die Kasse am Freitag mit. Die 4,9 Millionen Mitglieder müssen von Januar an monatlich bis zu 25 Euro mehr bezahlen. Die Bundesregierung wies darauf hin, dass Versicherte ein Sonderkündigungsrecht haben, wenn eine Kasse ihren Zusatzbeitrag erhöht. Man solle aber nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Qualität und die Leistungen.

Nach Milliardenüberschüssen zwischen 2011 und 2013 ist die gesetzliche Krankenversicherung bereits im vergangenen Jahr wieder in die roten Zahlen gerutscht; in den vergangenen Monaten haben sich die Verluste ausgeweitet – Ende Juni betrug das Defizit bereits 500 Millionen Euro. Dafür seien vor allem höhere Ausgaben für Arzneimittel und die Kliniken verantwortlich gewesen, hieß es.Noch sitzen die Kassen auf dicken Polstern: Ihre Finanzreserven lagen bei 154,3 Milliarden Euro. Das Geld ist aber sehr unterschiedlich verteilt. Die AOK Niedersachsen beispielsweise verfügt über eine Rücklage von knapp einer Milliarde Euro, andere Kassen sind indes nahe der Nulllinie. „Wir halten unseren Beitragssatz 2016 stabil bei 15,4 Prozent“, sagte AOK-Vorstandschef Jürgen Peter der HAZ.

Für das nächste Jahr rechnen die Kassen mit deutlich höheren Ausgaben – die Kostentreiber sind vor allem die von der Großen Koalition beschlossenen Reformen im Gesundheitsbereich. Unter dem Strich bedeute das Mehrbelastungen von 2 Milliarden Euro, hieß es. Umgerechnet auf die Beitragssätze entspricht das exakt jenen 0,2 Prozentpunkten, die der sogenannte Schätzerkreis als Anstieg für den durchschnittlichen Zusatzbeitrag errechnet hat.

Das Gremium legt immer im Herbst seine Finanzprognose für das kommende Jahr vor. Nötig ist das, weil seit 2015 ein einheitlicher Beitragssatz von 14,6 Prozent gilt, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte zahlen. Benötigen die Kassen mehr Geld, müssen sie einen zusätzlichen Beitrag selbst festlegen, den ihre Mitglieder dann aus eigener Tasche zahlen. In diesem Jahr lag der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 0,9 Prozentpunkten, im nächsten sollen es 1,1 Prozentpunkte sein.

Damit öffnet sich die Schere zwischen günstigen und teuren Kassen weiter: Während etwa die Metzinger BKK nur einen Beitragssatz von 14,6 Prozent fordert, sind es bei der DAK bereits 1,5 Punkte mehr. Auch deshalb mehren sich die Stimmen, die die Arbeitgeber wieder zu gleichen Teilen zur Finanzierung der Beiträge heranziehen wollen.

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