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Deutschland / Welt Beste Chancen für junge Leute in Deutschland
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09:42 11.08.2012
Deutschland hat die geringste Quote bei Jugendarbeitslosigkeit in der EU. Quelle: dpa
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Hannover

Danach verzeichnete Deutschland im Juni in der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen einen Arbeitslosenanteil von 7,9 Prozent – weit weniger als in der EU insgesamt, wo mehr als jeder Fünfte auf Jobsuche ist. Fast 5,5 Millionen junge Menschen sind damit derzeit in Europa erwerbslos.

Der deutsche Arbeitsmarkt ist zudem der einzige in der EU, auf dem sich die Situation seit dem Ausbruch der Banken- und später der Staatsschuldenkrise verbessert hat. Alle anderen Länder verzeichnen steigende Arbeitslosenquoten bei jungen Leuten. Bei Staaten wie Irland, Litauen oder Zypern hat sich der Wert seit Frühjahr 2008 sogar verdreifacht. Mehr als verdoppelt hat sich die Quote beispielsweise in Dänemark, Spanien und Griechenland. Bei den beiden besonders von der Euro-Krise betroffenen Mittelmeerländern übersteigt die Zahl der arbeitssuchenden Jugendlichen inzwischen sogar die derjenigen, die einen Job haben.

So verwundert es nicht, dass immer mehr junge Menschen aus den Krisenländern Spanien und Griechenland inzwischen ihr Glück in Deutschland suchen – auch in Niedersachsen. Erste Initiativen bemühen sich bereits, in den jeweiligen Ländern Nachwuchskräfte anzuwerben. So hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, größter privater Bildungsträger im Land, ein Programm namens „Bienvenido!“, willkommen, aufgelegt, mit dem sich die Weiterbildungsexperten um spanische Fachkräfte bemühen. In Niedersachsen fällt es den Arbeitgebern noch schwerer als im Bundesdurchschnitt, junge Mitarbeiter zu gewinnen. Hier liegt die Jugendarbeitslosigkeit mit aktuell 6,4 Prozent noch niedriger.

Landesweit bilden sich deshalb immer mehr Initiativen, die auch benachteiligten Jugendlichen eine Chance geben wollen. So fördert der Industrie-Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall entsprechende Ausbildungsplätze mit je 5000 Euro. In Hannover haben sich mehrere Marktführer zusammengefunden, um Jugendlichen mit schlechtem oder fehlendem Schulabschluss ein Praktikum anzubieten, das in einen Ausbildungsplatz mündet. Wie am Freitag bekannt wurde, ist dies bei acht von zwölf Fällen auch gelungen. Die Teilnehmer – darunter Sennheiser und Kind Hörgeräte – betrachten die Aktion als Erfolg und wollen sie im kommenden Jahr wiederholen.

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