Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Betriebsrat warnt Karstadt vor „Frontalangriff“

Neue Einsparungen Betriebsrat warnt Karstadt vor „Frontalangriff“

Beim krisengeplagten Warenhauskonzern Karstadt befürchtet der Betriebsrat noch schärfere Einsparungen. Die Unternehmensleitung habe angekündigt, neben der bekannten Schließung von sechs Standorten jetzt alle Filialen auf den Prüfstand zu stellen.

Voriger Artikel
Viele Bahnstrecken bis 18 Uhr lahmgelegt
Nächster Artikel
IG Metall fordert 5,5 Prozent und mehr

Der Betriebsrat befürchtet weitere Stellenstreichungen bei Karstadt.

Quelle: dpa

Essen. Das teilte der Gesamtbetriebsrat den rund 17.000 Beschäftigten in einem Flugblatt mit. Nach Rechnung des Gesamtbetriebsrates sollen Personalkosten im Volumen von 1950 Vollzeitstellen gestrichen werden. „Unter Berücksichtigung der Teilzeitquote wären das circa 3000 Mitarbeiter“, heißt es in dem Flugblatt. Dies sei kein Sanierungsprogramm, sondern ein „Frontalangriff auf alle Beschäftigten“.

Betriebsrat und die Gewerkschaft 
 ver.di kündigten Widerstand gegen das „Paket an Grausamkeiten“ an. Das Unternehmen nahm zunächst keine Stellung. Am kommenden Mittwoch sind Verhandlungen zwischen Gesamtbetriebsrat und Unternehmen geplant. Am Montag darauf verhandelt der Konzern mit ver.di über mögliche Kürzungen tariflicher Leistungen. Nach dem Flugblatt plant das Unternehmen, die Arbeitszeit von durchschnittlich 37,5 auf 40 Stunden pro Woche zu erhöhen. „Mit uns gibt es keine Arbeitszeitverlängerung und keinen Abbau von Sonderzahlungen“, sagte ein ver.di-Sprecher.

Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl hatte unmittelbar nach seiner Ernennung vor rund zwei Wochen bereits die Schließung von insgesamt sechs Standorten – unter anderem in Göttingen – angekündigt. Davon seien 
331 Mitarbeiter direkt betroffen, heißt es in dem Flugblatt der Arbeitnehmervertreter. Für die Karstadt-Beschäftigten gilt bereits seit 2013 eine bis 2015 befristete „Tarifpause“. Die Aussetzung von Tariferhöhungen solle nun deutlich verlängert werden, berichtete der Betriebsrat.

Außerdem seien Einsparungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld, mehr Teilzeitbeschäftigung, flexiblere Arbeitszeiten und die Einführung von Selbstbedienungszonen für die Kunden geplant. Karstadt-Chef Fanderl will bis Mitte 2015 bei den defizitären Warenhäusern die Wende schaffen. Mehr als jede vierte Filiale verdiene kein Geld. Bei einigen seien die Zahlen sogar „dunkelrot“. Fanderl gibt sich drei Jahre Zeit, um wieder auf ein akzeptables Ergebnisniveau zu kommen.  

Von Rolf Schraa 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Defizitäre Kaufhäuser

Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt soll mit seinen defizitären Häusern bis Mitte 2015 die Wende schaffen. Das hat der neue Chef Stephan Fanderl angekündigt.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 81,13 -3,90%
CONTINENTAL 186,76 +1,21%
DELTICOM 16,61 -0,33%
HANNO. RÜCK 95,01 +0,53%
SALZGITTER 29,33 -0,23%
SARTORIUS AG... 73,98 +0,95%
SYMRISE 65,24 +1,11%
TALANX AG NA... 27,22 +0,77%
TUI 12,68 +1,28%
VOLKSWAGEN VZ 116,71 +1,85%
DAX
Chart
DAX 10.505,00 -0,06%
TecDAX 1.798,50 -0,21%
EUR/USD 1,1242 +0,18%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 11,67 +13,85%
INFINEON 15,86 +3,34%
BMW ST 74,75 +2,75%
DT. TELEKOM 14,90 +0,03%
E.ON 6,31 +0,29%
MERCK 95,65 +0,51%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA IM Fixed Incom RF 210,26%
Bakersteel Global AF 144,74%
Crocodile Capital MF 129,14%
Stabilitas PACIFIC AF 129,02%
Structured Solutio AF 118,43%

mehr