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Betriebsratsgehalt ruft
 Staatsanwälte auf den Plan

VW Betriebsratsgehalt ruft
 Staatsanwälte auf den Plan

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Untreue aufgrund hoher Zahlungen an Betriebsräte von Volkswagen. Im Fokus stehen offenbar vier aktuelle und ehemalige Manager des Konzerns.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen Untreueverdachts im Zusammenhang mit Aufwandsentschädigungen für den VW-Betriebsrat.
 

Quelle: AP

Braunschweig. Es werde geprüft, ob die Beschuldigten zu hohe Aufwandsentschädigungen für VW-Betriebsräte genehmigt haben, teilte die Behörde am Freitag mit. Dem Vernehmen nach geht es dabei um die Bezüge von Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh, der in der Vergangenheit nach eigenen Angaben in der Spitze bis zu 750.000 Euro im Jahr kassiert hat.

Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland wird gegen den aktuellen VW-Konzernvorstand für Personal, Karlheinz Blessing, seinen Vorgänger Horst Neumann sowie gegen den Personalchef der Marke VW, Martin Rosik, und dessen Vorgänger Jochen Schumm ermittelt. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen bekommt Osterloh eine Grundvergütung von rund 200 000 Euro im Jahr. Hinzu kämen Bonuszahlungen. Dass diese an Arbeitnehmervertreter gezahlt werden, begründet man damit, dass sich die Verträge für Betriebsräte am Vergütungssystem für Führungskräfte orientieren.

VW wegen zu hoher Gehälter in der Kritik

Die Entlohnung von Osterloh und anderen sei über das Betriebsverfassungsgesetz geregelt, hieß es bei VW. Die Bezahlung sei auf einem Niveau, das Aufstiegschancen berücksichtige. Osterloh habe Angebote bekommen, ins Management zu wechseln. Als Personalvorstand hätte sein Salär rund 5 Millionen Euro betragen – er schlug den Posten jedoch aus.

Wegen hoher Gehälter war VW zuletzt stark in die Kritik geraten. Der frühere Konzernchef Martin Winterkorn verdiente zu Spitzenzeiten fast 16 Millionen Euro im Jahr. Jüngst hat der Aufsichtsrat Vergütungen für die Top-Manager gesenkt – etlichen Rednern bei der Hauptversammlung gingen die Abschläge aber nicht weit genug. Auch Bezüge zur sogenannten VW-Affäre im Jahr 2005 um Bordellbesuche von Betriebsräten auf Konzernkosten wurden hergestellt. Der damalige Beriebsratschef Klaus Volkert musste abtreten und wurde verurteilt.

Osterloh: "Ich bin mit mir im Reinen"

Osterloh erklärte Freitag, es gebe „klare interne Regelungen zur Betriebsratsvergütung“. „Ich bin da mit mir im Reinen“, sagte er der "Braunschweiger Zeitung". Seine Bezahlung orientiere sich an der eines Bereichsleiters. Rückendeckung bekam der Gewerkschafter aus dem Aufsichtsrat. Osterloh übernehme „seit vielen Jahren in herausragender Weise Verantwortung für die Belegschaften des Konzerns“, sagte ein Sprecher. Die Landesregierung wollte sich nicht äußern. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erinnerte jedoch daran, dass Industrie und Gewerkschaften seit Längerem konkretere Regelungen im Betriebsverfassungsgesetz zur Vergütung von Betriebsräten fordern. „Für alle Beteiligten wäre es besser, wenn hier eine größere Klarheit hergestellt würde.“

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

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