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Bis zu 48 Monate Leiharbeit sind künftig möglich

Metall- und Elektroindustrie Bis zu 48 Monate Leiharbeit sind künftig möglich

In der Metall- und Elektroindustrie können Zeitarbeiter künftig deutlich länger beschäftigt werden als bisher. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die Gewerkschaft IG Metall haben sich darauf verständigt, die seit Anfang April gültige gesetzliche Höchstverleihdauer von 18 Monaten auf bis zu 48 Monate anzuheben.

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„Flexibel auf Auftragsspitzen reagieren“: Stellenausschreibungen einer Zeitarbeitsfirma in Köln.

Quelle: Oliver Berg

Hannover. Das sieht der neue „Tarifvertrag zum Einsatz von Leih- und Zeitarbeitnehmern“ vor, der der HAZ vorliegt. Das Papier sei im Prinzip unterschriftsreif, verlautete am Dienstag aus Verhandlungskreisen. Die Gewerkschaften und der Regierungspartner SPD hatten sich lange für eine Begrenzung der Zeitarbeit starkgemacht. Der Bundestag hat im Herbst 2016 neue Regeln für die knapp eine Million Zeitarbeiter beschlossen. Um Leiharbeit als Dauerzustand zu verhindern, wurde grundsätzlich eine Höchstverleihdauer von anderthalb Jahren vorgeschrieben. Nach spätestens neun Monaten sollen Zeitarbeiter den gleichen Lohn wie Stammbeschäftigte erhalten.

Das Gesetz enthält jedoch eine Öffnungsklausel: Die Tarifpartner können bis Ende September für ihre jeweilige Branche abweichende Regelungen vereinbaren. In der Metall- und Elektroindustrie haben Arbeitgeber und Gewerkschaften diese Möglichkeit schon früh genutzt - eine entsprechende Übereinkunft liege schon seit Januar vor, hieß es.

Im noch gültigen Tarifvertrag von 2012 haben Gesamtmetall und IG Metall festgeschrieben, dass nach 24 Monaten ein Angebot zur Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis erfolgen muss. Bereits nach 18 Monaten ist durch den entleihenden Betrieb die unbefristete Übernahme zu prüfen. Diese Regelung solle im Prinzip auch weiterhin gelten, sagte Juan-Carlos Rio Antas aus der Tarifabteilung des IG-Metall-Vorstands.Auf der Ebene der Firmen können Arbeitgeber und Betriebsräte jedoch eine Verleihdauer von bis zu 48 Monaten vereinbaren. „Das ist aber nur möglich, wenn die Arbeitnehmervertreter dem freiwillig zustimmen“, sagte Rio Antas.

Arbeitgeber für Flexibilität

Eine Höchstverleihdauer von vier Jahren sieht die IG Metall als Ausnahme an, um betrieblich über den tarifvertraglich geregelten Rahmen hinaus bessere Beschäftigungsbedingungen zu sichern. Nach Einschätzung der Gewerkschaft ergänzen die Regelungen des Tarifvertrages das neue Gesetz. Dieses regele, dass die Leihbeschäftigten höchstens 18 Monate einem Betrieb überlassen werden dürfen. Das könnten Zeitarbeitsfirmen auch mit Rotationsmodellen umsetzen, indem sie ihre Beschäftigten austauschen, sagt Rio Antas. Nach dem Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie dürften die Betriebe ihre Leiharbeiter zwar sechs Monate länger beschäftigen - dann aber seien sie verpflichtet, eine unbefristete Übernahme anzubieten.

Im Arbeitgeberlager begrüßt man die Flexibilität der Gewerkschaft. „Zeitarbeit hilft unseren Unternehmen, flexibel auf Auftragsspitzen reagieren zu können“, sagte der Hauptgeschäftsführer von Niedersachsen-Metall, Volker Schmidt. Das gelte auch für gesetzlich geregelte Personalausfälle wie etwa Elternzeiten. Leiharbeit sei für die Zeitarbeitnehmer zudem in vielen Fällen der Einstieg in eine feste Anstellung. Leider gebe es in jeder Branche auch schwarze Schafe, die dieses Instrument in Verruf bringen. „Daher begrüßen wir es, wenn der Gesetzgeber dem Missbrauch einen Riegel vorschiebt“, sagte Schmidt.

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