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Boehringer stärkt Geschäft mit Tiergesundheit

Pharmakonzern Boehringer stärkt Geschäft mit Tiergesundheit

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim sieht im Bereich Tiergesundheit große Wachstumschancen. Deshalb will das Unternehmen die Tierarzneisparte Merial des Konkurrenten Sanofi übernehmen - die Franzosen sollen dafür im Tausch Boehringers Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten erhalten.

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In Hannover sitzt Boehringers Europäisches Forschungszentrum für Tierprodukte mit rund 100 Beschäftigten.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Da diese Einheit weniger wert ist als die Tierpräparate-Sparte von Sanofi, muss Boehringer noch 4,7 Milliarden Euro oben drauf legen, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten. Für Boehringer ist es der größte Zukauf der Firmengeschichte. „Unser gemeinsames Geschäft für Tiergesundheit wäre für weiteres Wachstum hervorragend aufgestellt - damit würde ein weltweit führendes Unternehmen entstehen“, erklärte Konzernchef Andreas Barner. Zusammen mit Merial komme man im laufenden Jahr auf einen Umsatz von pro forma 3,8 Milliarden Euro. Damit liegt Boehringer weltweit auf Platz zwei und sieht die Chance, den Marktführer Elanco zu überrunden. Die Amerikaner haben erst zu Jahresbeginn die Sparte „Animal Health“ von Novartis gekauft.

Für Boehringer ist das Geschäft mit der Tiergesundheit derzeit der größte Wachstumstreiber: Im ersten Halbjahr 2015 legte der Umsatz währungsbereinigt um 11 Prozent zu. Mit frei verkäuflichen Arzneimitteln wie dem Bauchschmerzmittel Buscopan oder dem Hustenmittel Mucosolvan, die nun an Sanofi gehen sollen, setzte der Konzern rund 8 Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Im größten Geschäftsfeld mit verschreibungspflichtigen Medikamenten konnte Boehringer hingegen nur ein mageres Umsatzplus von einem Prozent verzeichnen.

In Hannover sitzt Boehringers Europäisches Forschungszentrum für Tierprodukte mit rund 100 Beschäftigten. Zuletzt ist ein Rinder-Impfstoff auf den Markt gekommen, an dem die Spezialisten geforscht haben und von dem sich Boehringer viel verspricht. In 85 Ländern habe er bereits eine Zulassung erhalten, hieß es im Frühjahr. Das Schwergewicht des Geschäfts liegt derzeit noch auf Impfstoffen für Schweine. Allein das Mittel „Ingelvac Circonflex“ steht für gut 260 Millionen Euro Umsatz. Die Fachleute in Hannover sollen künftig auch an Hühnern forschen.

Sanofi hatte zuvor offenbar geplant, seine Tierarznei-Sparte abzuspalten und an die Börse zu bringen. Durch das Tauschgeschäft mit Boehringer kommt der Konzern risikoloser an frisches Geld. Das Familienunternehmen aus Ingelheim kann sich den Zukauf leisten: Laut Geschäftsbericht liegen 8,5 Milliarden Euro auf der hohen Kante. Beide Unternehmen wollen die Transaktion bis Ende nächsten Jahres über die Bühne bringen - die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Wie sich die Übernahme auf einzelne Standorte auswirke, könne man noch nicht sagen, teilte Boehringer mit.

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