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China stoppt Börsenhandel nach Kursrutsch

Auch der Dax sinkt China stoppt Börsenhandel nach Kursrutsch

Das neue Jahr beginnt am Aktienmarkt mit einem ziemlichen Dämpfer: Auf Kurseinbrüche in Asien folgen deutliche Abschläge auch in Deutschland. Grund sind wieder aufkeimende Sorgen um die chinesische Wirtschaft.

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Nach einem starken Kursrutsch ist der Handel an den wichtigsten chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzhen am Montag ausgesetzt worden.

Quelle: EPA/HOW HWEE YOUNG

Frankfurt/Main. Ein Kursrutsch an den asiatischen Börsen hat am Montag auch dem deutschen Aktienmarkt den Start in das neue Jahr verhagelt. Zudem drückte der eskalierende Streit zwischen Saudi-Arabien und dem Iran auf die Stimmung der Anleger. Der deutsche Leitindex Dax fiel im frühen Handel um 3,29 Prozent auf 10.390,08 Punkte.

Handelsstopp für den Rest des Tages

Den Verlusten in Deutschland und Europa war ein Kurssturz der großen Aktienindizes in China um rund sieben Prozent vorangegangen – als Reaktion auf schwache Daten zu den Industrieaktivitäten in dem Land. Auch an der japanischen Börse und in Hongkong ging es daraufhin deutlich nach unten. An den Kapitalmärkten herrsche die Sorge vor einer deutlichen Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums vor, kommentierte Dirk Gojny von der National-Bank.

Nach dem starken Kursrutsch wurde der Handel an den wichtigsten chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzhen ausgesetzt. Weil der Aktienindex CSI3000 um sieben Prozent einbrach, griff ein neuer Mechanismus, der für diesen Fall einen Handelsstopp für den Rest des Tages vorsieht. Zuvor hatte eine Pause von 15 Minuten keine Beruhigung an den Märkten gebracht.

Verunsicherung unter den Anlegern

Hintergrund des Kursrutsches am ersten Handelstag des Jahres waren neue Zahlen, wonach sich die Lage in der verarbeitenden Industrie Chinas im Dezember erneut verschlechtert hat. Zudem wurden die Anleger dadurch verunsichert, dass bestimmte Stützungsmaßnahmen für den Aktienmarkt bald auslaufen sollen. Seit Juli ist es Anteilseignern, die mehr als fünf Prozent eines Unternehmens besitzen, verboten, ihre Aktien zu verkaufen. Dieses Verbot endet am Freitag.

Außerdem wertete China am Montag die eigene Währung gegenüber dem Dollar ab. Die Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 6,5032 Yuan zu einem Dollar fest. Erstmals seit mehr als viereinhalb Jahren war das Verhältnis damit schwächer als 6,5 Yuan zu einem Dollar.

dpa/afp

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