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Brandanschläge auf Bahnanlagen in fünf Ländern

Vor G20-Gipfel Brandanschläge auf Bahnanlagen in fünf Ländern

Mehrere Kabelbrände legen die Deutsche Bahn lahm. Bahnmitarbeiter berichten, es habe Brandanschläge auf Signalanlagen gegeben. In Dresden ist der Zugverkehr komplett eingestellt worden. In Hamburg hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

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Die Züge im Dresdner Hauptbahnhof stehen still.

Quelle: Holger Grigutsch

Leipzig/Hamburg. Pendler müssen seit dem Morgen starke Nerven bewahren: Kabelbrände auf verschiedenen deutschen Strecken haben erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr verursacht. Betroffen sind nach Angaben der Deutschen Bahn sowohl der Fern- als auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr. Laut Bundespolizei gab es allein im Großraum Leipzig vier Kabelbrände. Das berichtet die „Leipziger Volkszeitung“. Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, gehen die Ermittler von Fremdeinwirkung aus. Hinweise auf den oder die Täter gebe es allerdings bislang nicht.

13 Anschläge wurden in der Nacht zum Montag laut Bundesinnenministerium verübt. Zudem seien zwei Brandsätze vor einer Zündung sichergestellt worden, teilte die Bundespolizei mit. Menschen wurden nicht verletzt. Die Behörden gehen offenbar von einem politischen Hintergrund der Taten aus, das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der Sächsischen Polizei wurde mit den Ermittlungen betraut.

G20-Gegner im Visier der Justiz

Sachsens Innnenminister Markus Ulbig (CDU) sagte in Richtung von radikalen G20-Gegnern: „Das hat nichts mehr mit Globalisierungs- und Gesellschaftskritik zu tun, das ist einfach nur hoch kriminell und erfordert eine harte Bestrafung.“

Auf der Internetplattform „linksunten.indymedia.org“ tauchte ein mögliches Bekennerschreiben auf. Bei der Polizei hieß es, das Schreiben sei bekannt und werde geprüft. Laut dem Bekennerschreiben „Shutdown G20 – Hamburg vom Netz nehmen!“ hatten die Täter „mehrere Hauptstrecken der Bahn“ im Visier. Die Polizei ließ in der Nacht in Leipzig einen Hubschrauber aufsteigen, um nach möglichen weiteren Brandorten zu suchen.

Diese Strecken sind betroffen

Fernverkehr

Der Zugverkehr der Deutschen Bahn zwischen Leipzig und Dresden vorübergehend eingestellt.

Betroffen sind die Linien 50 (Frankfurt/M-Leipzig-Dresden) , 55 (Köln-Hannover-Leipzig-Dresden) und 56 (Norddeich/Emden-Hannover-Leipzig-Dresden) . Ebenfalls betroffen sind die Züge der Linie 27(Hamburg-Berlin-Dresden-Prag) . Diese entfallen zwischen Berlin und Decin.

Sachsen

S 3: Halle-Trotha - Halle(Saale) Hbf - Schkeuditz - Leipzig Hbf (tief) - Borna/Geithain

Die Züge dieser Linie werden zwischen Schkeuditz - Leipzig Hbf (tief) umgeleitet. Die Halte Leipzig Gohlis, Leipzig Olbrichtstraße, Slevogtstraße, Leipzig-Wahren und Leipzig-Lützschena entfallen.

S 4: Hoyerswerda - Leipzig - Wurzen

S 5/S 5X: Halle(Saale) Hbf - Leipzig/Halle Flughafen - Leipzig Hbf (tief) - Altenburg - Zwickau(Sachs) Hbf

Die Züge dieser Linie werden über Delitzsch umgeleitet. Die Halte Leipzig Messe und Leipzig/Halle Flughafen entfallen. Ein Buspendel ist zwischen Schkeuditz und Leipzig/Halle Flughafen eingerichtet.

RE 50: Leipzig Hbf - Oschatz - Riesa - Dresden Hbf

RB 113: Leipzig Hbf - Bad Lausick - Geithain

Züge dieser Linie beginnen/enden in Leipzig-Lieberwolkwitz. Ein Busnotverkehr zwischen Leipzig Hbf und Leipzig-Liebertwolkwitz ist eingerichtet.

Nordrhein-Westfalen

RE 1 : Aachen - Eschweiler - Düren - Horrem - Köln - Düsseldorf - Düsseldorf Flughafen - Duisburg - Essen- Bochum - Dortmund - Hamm

RE 6 : Köln/Bonn-Flughafen - Neuss - Düsseldorf - Düsseldorf Flughafen - Duisburg - Essen- Dortmund - Hamm - Bielefeld - Herford - Minden

RE 11 : Düsseldorf - Duisburg - Essen - Dortmund - Hamm - Paderborn - Kassel

Zwischen Dortmund und Bochum komme aus bei den Linien zu Verspätungen zwischen zehn und fünfzehn Minuten in beiden Richtungen.

Schleswig-Holstein

Die Züge der Linie 80 (Lübeck - Ahrensburg - Hamburg) verkehren nicht.

Es verkehren die Züge der Linie RE8 zwischen Ahrensburg und Lübeck, Linie RB81 zwischen Hamburg Hbf und Rahlstedt alle 30 Minuten sowie Ahrensburg und Bad Oldesloe, alle 60 Min.

Reisende von Lübeck nach Hamburg benutzen bitte weiterhin die RE83 nach Büchen und fahren von dort mit der RE1 nach Hamburg Hbf. Die Reisezeit verlängert sich um ca. 120 Minuten. Gegenrichtung entsprechend.

Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

In Hamburg übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen. „Ob es sich um einen Anschlag im Vorfeld des G20-Gipfels handelt, wissen wir noch nicht“, sagte ein Sprecher am Vormittag. In der Nacht zum Montag hätten im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Am 7. und 8. Juli treffen sich beim G20 Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg.

Nach Angaben der Bahn müssen Reisende und Pendler auf vielen Strecken mit massiven Verspätungen von bis zu einer Stunde rechnen. Auf den Regional- und S-Bahn-Strecken müsse mit deutlichen Verspätungen gerechnet werden. Wegen der defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar. Die Bahn bemüht sich nach eigenen Angaben um Ersatzverkehr durch Busse.

Auch im Ruhrgebiet hat es einen mutmaßliche Brandanschlag gegeben. Der Grund sei ein Brand in einem Kabelschacht entlang der Bahnstrecke in Dortmund, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montagmorgen. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatten Unbekannte in der Nacht zum Montag die Kabel vermutlich mit Brandbeschleuniger angezündet. Bei dem Feuer seien unter anderem Signalkabel beschädigt worden. Wie lange die Beeinträchtigungen noch andauern werden, war zunächst unklar. Wie lange die Beeinträchtigungen noch andauern werden, war zunächst unklar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rief die Kritiker des G20-Gipfels dazu auf, ihren Protest friedlich zu äußern. Es verstehe sich von selbst, dass Kritik an dem Treffen in Hamburg möglich sein müsse. Aber „es sollte auch friedliche Kritik sein“, sagte Merkel am Montag bei einer Veranstaltung mit Organisationen der Zivilgesellschaft in der Hansestadt.

Von RND/dpa/are

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