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Deutschland / Welt Briefporto kostet ab Januar 70 Cent
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Briefporto kostet ab Januar 70 Cent
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16:48 04.12.2015
Bundesnetzagentur genehmigt Portoerhöhung: Die Deutsche Post darf für den Standardbrief bald 70 Cent verlangen. Quelle: Henning Kaiser/dpa
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Bonn

"Wir haben der Deutschen Post untersagt, vor Ende 2018 neue Preisanträge zu stellen", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann am Freitag. Die Verbraucher müssten sich vorerst nicht mehr auf ständige Preiserhöhungen und das Nachkaufen von Ergänzungsbriefmarken einstellen, "wie wir es in den letzten Jahren gesehen haben", erklärte Homann angesichts der vierten Preiserhöhung in Folge. Die Post habe den ihr zugestandenen Preiserhöhungsspielraum vollständig ausgeschöpft. Das Unternehmen hatte den Schritt im Oktober bereits angekündigt, damit sich die Kunden darauf einstellen könnten.

Erhöhung soll Versorgung gewährleisten

Als Grund für die Erlaubnis zur deutlichen Portoerhöhung nannte die Netzagentur die zunehmende Digitalisierung. Die Menge der per Post verschickten Briefe gehe dadurch zurück; für die Post ergäben sich "zunehmende Auslastungsrisiken". Die Preiserhöhung solle dazu dienen, dass die Post auch künftig das Briefnetz aufrecht erhalten und eine "flächendeckende Versorgung zu erschwinglichen Preisen" gewährleisten könne.

Die Post erhöht nicht nur das Porto für den Standardbrief, sondern auch für den sogenannten Maxibrief. Er kostet ab Januar 2,60 Euro statt 2,40 Euro. Auch Einschreiben und einige Briefe ins Ausland werden teurer. So steigt die Gebühr für Einschreiben per Einwurf von derzeit 1,80 Euro auf 2,15 Euro, das Einschreiben mit Rückschein verteuert sich von 3,95 Euro auf 4,65 Euro. Die Erhöhung der Geschäftskundenpreise, für die die Post keine Genehmigung der Bundesnetzagentur braucht, fällt nicht so hoch aus wie bei den Privatkunden.

Die neuerliche Erhöhung des Briefportos bedeutet den vierten Anstieg innerhalb von drei Jahren. Anfang 2013 stiegen die Kosten für einen Standardbrief von 55 Cent auf 58 Cent, ein Jahr später auf 60 Cent und Anfang 2015 auf 62 Cent.

afp/wer

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