Volltextsuche über das Angebot:

24°/ 12° wolkig

Navigation:
Burger-King-Franchiser Yi-Ko ist insolvent

Streit um Fast-Food-Filialen Burger-King-Franchiser Yi-Ko ist insolvent

Überraschende Wende im Burger-King-Streit: Auf das Scheitern von Verhandlungen zwischen der Fast-Food-Kette und dem umstrittenen Franchiser folgt der Insolvenzantrag. Die Zukunft der 3000 Beschäftigten ist offen.

Voriger Artikel
Ex-Bundesbank-Präsident Pöhl gestorben
Nächster Artikel
Lidl verbannt Chemie aus Kinderkleidung

Die Burger King GmbH des umstrittenen Franchisenehmers Yi-Ko hat Insolvenzantrag gestellt.

Quelle: dpa

Stade. Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Burger King hat der umstrittene Franchisenehmer Yi-Ko Insolvenzantrag für seine Schnellrestaurants mit rund 3000 Beschäftigten gestellt. Der Antrag ging am Mittwoch beim Amtsgericht Stade ein. Das Unternehmen sei nach eigenen Angaben überschuldet, sagte der Direktor des Amtsgerichts, Willi Wirth. „Der zuständige Insolvenzrichter prüft den Antrag und wird unverzügliche eine Entscheidung zu den vorläufigen Maßnahmen treffen.“ Der Insolvenzantrag wurde demnach für die Betreibergesellschaft Burger King GmbH von Yi-Ko gestellt. Bei der von Yi-Ko beauftragten Anwaltskanzlei Graf von Westphalen war auch am Nachmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Fast-Food-Kette sieht nun den „Weg frei für einen kompletten Neuanfang“, wie sie erklärte. Das Amtsgericht werde nun zunächst einen vorläufigen Insolvenzverwalter benennen, der umgehend seine Tätigkeit aufnehme und sich einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens verschaffe. Man werde „eng mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter zusammenarbeiten und versuchen, schnellstmöglich eine Lösung für die Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der Arbeitsplätze zu finden“, hieß es.

89 Burger-King-Filialen geschlossen

Zuvor hatte Burger King bereits bekanntgegeben, dass die Verhandlungen mit Yi-Ko über eine Lösung für die 89 geschlossenen Schnellrestaurants gescheitert seien. „Wir bedauern - vor allem mit Blick auf die Mitarbeiter - dass die Verhandlungen bislang noch zu keinem Ergebnis geführt haben“, hatte ein Burger-King-Sprecher erklärt. Man werde weiter versuchen, eine Lösung für die rasche Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der rund 3000 Arbeitsplätze zu finden.

Burger King hatte seinem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko im November fristlos gekündigt und den Schritt auch mit Vertragsverstößen begründet. Zuvor hatte es Wirbel um Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen gegeben. Weil Burger King Yi-Ko die Nutzung von Marke und Firmenlogo verbieten ließ und die Filialen auch nicht mehr belieferte, mussten sie schon bald schließen. In den vergangenen Tagen hatte sich während eines Verhandlungsmarathons zeitweise eine Einigung abgezeichnet. So sagten die Parteien eine ursprünglich für Montag angesetzte Gerichtsverhandlung ab, offenbar, um die Gespräche nicht zu belasten.

Bangen um 3000 Arbeitsplätze

In der Kürze der Zeit und mangels ausreichender Informationen sei es aber nicht möglich gewesen, „die potenziellen Risiken in der ehemaligen Yi-Ko abzuschätzen“, hatte der Burger-King-Sprecher erklärt. Man werde weiter versuchen, eine Lösung für die rasche Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der rund 3000 Arbeitsplätze zu finden. Alleineigentümer von Yi-Ko ist nach einem Gesellschafterwechsel der Russe Alexander Kolobov. Dem Vernehmen nach war bei den Verhandlungen im Gespräch, dass er seine Anteile verkauft und neue Investoren die Schnellrestaurants weiterführen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Fast-Food-Kette
Foto: Burger King will einen Forderungskatalog zur Erhaltung der Fast-Food-Filialen in Deutschland umsetzen.

Nach Filialschließungen und Gesellschafterwechsel zeichnet sich für die Zukunft des gekündigten Burger-King-Franchisenehmers Yi-Ko mit seinen 3000 Beschäftigten eine Lösung ab. 

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt

Nach dem großen VW-Abgasskandal sind etwa 2,4 Millionen Kunden bundesweit von der gigantischen Rückrufaktion betroffen. Einer von ihnen ist HAZ-Redakteur Enno Janssen. In einer Serie berichtet er, wie es nun für ihn und die anderen Kunden wirklich weitergeht. mehr

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 60,99 +0,73%
CONTINENTAL 191,58 +0,40%
DELTICOM 15,54 +2,37%
HANNO. RÜCK 100,62 -0,10%
SALZGITTER 26,87 -1,76%
SARTORIUS AG... 242,30 -0,36%
SYMRISE 56,29 -0,64%
TALANX AG NA... 30,04 +0,11%
TUI 13,79 +0,80%
VOLKSWAGEN VZ 135,37 +0,17%
DAX
Chart
DAX 10.311,50 +0,24%
TecDAX 1.693,50 +0,19%
EUR/USD 1,1115 -0,70%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

INFINEON 13,34 +1,25%
BEIERSDORF 80,49 +1,23%
DT. POST 26,56 +1,11%
HEID. CEMENT 76,67 -0,63%
DT. TELEKOM 15,86 -0,62%
THYSSENKRUPP 19,65 -0,54%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Access Fund Vermög GF 3.056,30%
Access Fund Vermög GF 2.934,24%
Access Fund Vermög GF 2.844,35%
Access Fund Vermög GF 2.673,67%
AXA IM Fixed Incom RF 187,27%

mehr