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Deutschland / Welt Das zeigen die Aussteller auf der neuen Cebit
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Das zeigen die Aussteller auf der neuen Cebit
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00:32 14.06.2018
Menschen sitzen bei der Digitalisierungsmesse Cebit am Stand der Deutschen Bahn in einem Ideenzug - einem Regionalzug der Zukunft. Quelle: dpa
Hannover

Mal kommt der Zug zu spät, mal gibt es keine freien Sitzplätze. „Nach drei Jahren mit Passagierrekorden in Folge stoßen wir an Kapazitätsgrenzen“, gibt Steffen Rutsch von der Deutschen Bahn zu. Trotzdem werde das Reisen künftig angenehmer – und zwar dank der Digitalisierung.

Wie das funktionieren soll, das demonstriert die Deutsche Bahn auf ihrem Cebit-Stand. Dort steht ein Abteil des „Regionalzugs der Zukunft“ mit riesigen Displays im Innern, die über das Wetter am Zielort informieren oder Fußballspiele übertragen. Auch gegen Verspätungen soll Software helfen: „Durch die Vernetzung von Zügen, Stellwerken und Weichen können wir Tausende zusätzliche Züge einsetzen, ohne einen einzigen Kilometer neue Gleise zu verlegen“, verspricht Bahn-Sprecher Rutsch.

Die Cebit 2018 in Hannover präsentiert sich mit einem neuen Konzept. Ein Rundgang über die Messe und ein Blick auf die Highlights der Aussteller.

Wie die Digitalisierung gesellschaftliche Probleme löst, das versuchen fast alle Aussteller begreiflich zu machen. Die Technik ist keine Bedrohung, sondern Freund und Helfer, lautet die Botschaft. Das passt erstens zum neuen Cebit-Konzept: Die Messe will nicht nur Produkte zeigen, sondern auch die Auswirkungen auf die Gesellschaft diskutieren. Zweitens haben Datenskandale bei Facebook und Co. viele Menschen aufgeschreckt – nun will die Cebit die positive Seite der Technik wieder in den Vordergrund zu rücken.

So präsentiert der Server-Hersteller Hewlett Packard Enterprise (HPE) seine Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Ein HPE-Computer beschleunigt durch seinen riesigen Arbeitsspeicher und eine neue Systemarchitektur für das DZNE die Analyse von Gendaten und Hirnscans von Alzheimer-Kranken. „Vor ein paar Jahren dauerte die Berechnung fünfeinhalb Tage, jetzt schaffen wir es in dreizehn Sekunden“, sagt DZNE-Forscher Dirk Förger. Er hofft, dass Alzheimer so bald früher erkannt und behandelt werden kann – mit individuellen Therapien, passend zum Erbgut des Patienten.

Auch der Chip-Hersteller Intel zeigt, wie Software bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten hilft. „Wir können in Echtzeit erfassen, was im Gehirn von psychisch Kranken passiert, wenn er bestimmte Bilder sieht“, sagt Deutschland-Chef Christian Lamprechter.

Die Aussteller versuchen gleichzeitig aber auch, dem Festival-Anspruch der Cebit gerecht zu werden. Technik soll nicht nur helfen, sondern auch Spaß machen: Bei Intel kann man in einem Becken auf dem Freigelände auf einer stehenden Welle surfen. Wer sich das nicht traut, zieht einfach eine VR-Brille auf und surft virtuell mit.

Von Christian Wölbert

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