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Weihnachtsgeld: Nicht für alle

Tarife Weihnachtsgeld: Nicht für alle

Die Chancen, Weihnachtsgeld zu erhalten, sind bei den Beschäftigen in Deutschland ungleich verteilt. Während im Westen 57 Prozent der Arbeitnehmer die Jahressonderzahlung bekommen, sind es im Osten nur 40 Prozent, wie die Hans-Böckler-Stiftung am Montag mitteilte.

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Zu Weihnachten Extra-Geld vom Chef: Davon kann mancher nur träumen. Einen Rechtsanspruch auf Weihnachtsgeld gibt es nicht.

Quelle: Andrea Warnecke

Düsseldorf. Rund 10.000 Beschäftigte hat die Hans-Böckler-Stiftung in einer Onlineumfrage von Juli 2013 bis Juni 2014 befragt. Entscheidend für den Erhalt dieser Jahressonderzahlung sei insbesondere die Tarifbindung, erklärte ein Sprecher der Stiftung weiter.

Beschäftigte mit Tarifvertrag erhielten zu 71 Prozent ein Weihnachtsgeld, Beschäftigte ohne Tarifbindung dagegen nur zu 42 Prozent. Die geltenden Tarifverträge sehen laut Stiftung in den meisten Wirtschaftszweigen ein Weihnachtsgeld vor, das überwiegend als fester Prozentsatz vom Monatseinkommen berechnet wird.

Je nach Art des Arbeitsvertrages und Geschlechts gibt es den Angaben zufolge große Unterschiede. Laut Umfrage bekommen Mitarbeiter mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag zu 56 Prozent ein Weihnachtsgeld, befristet Beschäftigte nur zu 42 Prozent.

Vollzeitbeschäftigte erhalten mit 55 Prozent öfter Weihnachtsgeld als Teilzeitbeschäftigte mit 42 Prozent. Unter den männlichen Mitarbeitern bekommen 56 Prozent Weihnachtsgeld, unter den weiblichen Angestellten nur 51 Prozent. Ein relativ hohes Weihnachtsgeld erhalten die Beschäftigten im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der westdeutschen Chemieindustrie sowie in der Druckindustrie (95 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens).

Darunter liegen die Bereiche Versicherungen (80 Prozent), Einzelhandel (West, 62,5 Prozent) sowie Metallindustrie (West und Sachsen, 55 Prozent). Kein Weihnachtsgeld bekommen etwa die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe Ost und im Gebäudereinigerhandwerk.

dpa

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