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Chinas Börse auf Talfahrt

Mehr als acht Prozent Verlust Chinas Börse auf Talfahrt

Die neue Woche an der Frankfurter Börse beginnt mit Verlusten. Nicht ganz unschuldig daran ist ein neuerlicher Kursrutsch an Chinas Börsen. Bis zum Handelsschluss brach der wichtige Shanghai Composite Index um 8,5 Prozent ein.

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An Chinas Börsen ist die Angst zurückgekehrt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Frankfurt/Main. Der Abwärtstrend am deutschen Aktienmarkt hält erst einmal an: Im Sog schwacher Vorgaben insbesondere aus China sank der Dax am Montagvormittag um 1,07 Prozent auf 11 226,16 Punkte. Gute hiesige Konjunkturdaten halfen dem Leitindex nur wenig.

An Chinas Börsen ist die Angst zurückgekehrt. Am Montag brach der wichtige Shanghai Composite Index bis zum Handelsschluss um 8,5 Prozent ein und damit so stark wie seit Anfang 2007 nicht mehr. Auch an den anderen asiatischen Handelsplätzen ging es bergab. Zudem hatte die Wall Street am Freitag mit klaren Verlusten geschlossen.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank zuletzt um 1,47 Prozent auf 20 338,42 Punkte, der Technologiewerte-Index TecDax büßte 1,66 Prozent auf 1774,58 Punkte ein. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab es einen Abschlag von 1,09 Prozent auf 3560,79 Punkte.

Die vergangene Woche hatte der Dax nach einer viertägigen Verlustserie mit einem Minus von knapp 3 Prozent beendet - schuld daran waren schwache Konjunkturdaten. Jetzt kam auch Druck vom Euro, der zwischenzeitlich wieder über die Marke von 1,11 US-Dollar kletterte. Ein starker Euro erschwert den Export.

Das deutsche Ifo-Geschäftsklima hatte sich im Juli dagegen überraschend aufgehellt. Am Nachmittag steht noch der Auftragseingang langlebiger Güter in den USA im Fokus.

Mit am besten hielten sich im Dax die Aktien von Unternehmen aus sogenannten defensiven Branchen: Die Papiere der Energiekonzerne Eon und RWE verloren lediglich von 0,20 und 0,66 Prozent. Auch die Titel der Konsumgüterhersteller Henkel und Beiersdorf behaupteten sich mit einem Minus von jeweils weniger als 1 Prozent vergleichsweise gut.

Die Aktien der Deutschen Börse verloren 0,63 Prozent. Von Händlern hieß es, Analysten hätten dem geplanten Kauf der Devisenhandelsplattform 360T Beifall geklatscht, da diese strategisch gut zu den Frankfurtern passen würde. Allerdings liege der Preis am oberen Ende der Erwartungen und könnte Ängste vor einer Kapitalerhöhung schüren. Am Abend werden zudem Geschäftszahlen erwartet: Im zweiten Quartal sollte die Deutsche Börse ihre Erlöse und Gewinne angesichts der turbulenten Märkte kräftig gesteigert haben, mutmaßten Experten.

Bei den Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank sorgten negativ aufgenommene Zahlen des Schweizer Rivalen UBS für Kursabschläge von 2,77 beziehungsweise 2,42 Prozent.

dpa

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