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US-Autobauer

Chrysler kommt nur langsam aus der Krise raus


Chrysler fährt als einziger der drei großen US-Autobauer anhaltende Verluste ein: Im zweiten Quartal lag das Minus bei unterm Strich 172 Millionen Dollar und damit nur wenig unter den minus 196 Millionen Dollar des ersten Quartals.
Macht auch im zweiten Quartal Minus: Der US-Autobauer Chrysler.

Macht auch im zweiten Quartal Minus: Der US-Autobauer Chrysler.

© dpa

Dabei hat Chrysler deutlich mehr Autos verkaufen können - was aber Branchenexperten zufolge nur mit satten Rabatten gelang. Der Chrysler-Umsatz verbesserte sich um 8 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar.

“2010 ist ein Jahr des Wandels und der Stabilisierung“, sagte Firmenchef Sergio Marchionne am Montag. In der schweren Krise des vergangenen Jahres war Chrysler zusammengebrochen und fand nur mit großzügiger finanzieller Hilfe der US-Regierung aus der Insolvenz heraus. Chrysler verdient immerhin operativ wieder Geld. Marchionne sah darin den Beweis, dass es vorangeht. „Es liegt aber noch ein großer Berg an Arbeit vor uns."

Marchionne bestätigte das Ziel, auch im Gesamtjahr einen minimalen operativen Gewinn einfahren zu wollen. Der Umsatz soll bei 40 bis 45 Milliarden Dollar liegen. Es sei jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Prognose nach dem Ende des laufenden dritten Quartals angehoben werde, hieß es. Marchionne würde doppelt davon profitieren: Er ist auch Chef von Fiat. Die Italiener sind an Chrysler beteiligt.

Die Mehrheit liegt nach den milliardenschweren Staatshilfen bei der US-Regierung. Auf Dauer soll Chrysler jedoch wieder auf eigenen Beinen stehen. Der größere Rivale General Motors, der wie Chrysler in die Insolvenz geschlittert war, ist da schon einen Schritt weiter und peilt eine Rückkehr an die Börse noch in diesem Jahr an. Der dritte im Bunde, Ford, hatte die Krise aus eigener Kraft überlebt.

dpa

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