Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Deutsche Banken bringen Fiskus um Milliarden

Cum/Cum-Geschäfte Deutsche Banken bringen Fiskus um Milliarden

Mehrere deutsche Banken sind laut Medienberichten in fragwürdige Aktiengeschäfte verwickelt. Mehrere Milliarden sollen über sogenannte Cum/Cum-Geschäfte dem deutschen Fiskus entgangen sein. Besonders aktiv soll ausgerechnet die teilstaatliche Commerzbank sein.

Voriger Artikel
Apple reagiert auf Talfahrt der Aktie
Nächster Artikel
Der Garantiezins schrumpft gegen null

Die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt.

Quelle: dpa

Berlin. Deutsche Banken haben den Fiskus Medienberichten zufolge im Auftrag ausländischer Investoren um mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr gebracht. Die Kosten für den deutschen Fiskus betrügen seit 2011 rund fünf Milliarden Euro, berichtete ein Rechercheverbund aus "Handelsblatt", Bayerischem Rundfunk, "Washington Post" und dem New Yorker Recherchebüro ProPublica am Montagabend.

Besonders aktiv sei dabei die Commerzbank gewesen, die zu 15 Prozent in staatlichem Besitz ist. Ein Sprecher betonte auf Anfrage: "Wir stellen durch umfangreiche interne Systeme und Kontrollen sicher, dass alle Handelsgeschäfte im Einklang mit dem geltenden Recht stehen."

Dividendenbesteuerung wird umgangen

Konkret handelt es sich den Berichten zufolge um einen Steuertrick, der im Branchenjargon Cum/Cum-Geschäft genannt wird und mit dem die Dividendenbesteuerung umgangen wird.

Kurz vor der Auszahlung der Dividende verleihen ausländische Aktionäre ihre deutschen Aktien an inländische Banken. Versteuert werden muss die Dividende von allen Aktionären, doch inländische erhalten für die volle Summe eine Gutschrift, ausländische nur für einen Teil davon. Dank des Leihgeschäfts muss der Fiskus mehr Steuern zurückerstatten als beabsichtigt.

250 Cum/Cum-Geschäfte bei Commerzbank

Die Tricks seien so beliebt, dass das Volumen verliehener Aktien deutscher Unternehmen in den letzten drei Wochen vor einem Dividendenstichtag um bis zu 800 Prozent anschwelle, berichtet das "Handelsblatt". Zwischen 2013 und 2015 ließen sich derartige Hilfsdienste demnach allein bei der Commerzbank 250 Mal nachweisen. Laut BR teilten sich die Beteiligten die gesparte Steuer auf.

Vertreter von Banken bezeichnen die Cum/Cum-Deals als legal. Experten aber bezweifeln, dass sie grundsätzlich zulässig sind. Lägen "keine anderen wirtschaftlichen Gründe außer Steuervermeidung" vor, lasse sich durchaus von Missbrauch sprechen, sagte der Steuerexperte der Universität Mannheim, Christoph Spengel, dem Bayerischen Rundfunk.

dpa/afp/zys

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 81,65 -0,83%
CONTINENTAL 182,49 +0,26%
DELTICOM 17,76 -1,60%
HANNO. RÜCK 103,37 +0,17%
SALZGITTER 34,25 -2,47%
SARTORIUS AG... 70,18 +2,42%
SYMRISE 57,93 +3,89%
TALANX AG NA... 31,87 +1,04%
TUI 12,94 -1,36%
VOLKSWAGEN VZ 127,73 -0,29%
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Stabilitas GOLD+RE AF 114,23%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr