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Commerzbank will wohl 9000 Stellen streichen

Restrukturierung Commerzbank will wohl 9000 Stellen streichen

Im Zuge der Neuausrichtung der Commerzbank sollen laut einem Bericht in den kommenden Jahren etwa 9000 Stellen bei dem Geldinstitut wegfallen. Ob es auch zu betriebsbedingten Kündigungen komme, sei noch unklar.

Die Commerzbank steht derzeit vor einer Neuausrichtung, die bis 2020 abgeschlossen sein soll.
 

Quelle: dpa

Düsseldorf. Die neue Strategie von Commerzbank-Vorstandschef Martin Zielke sehe einschneidende Maßnahmen für Mitarbeiter und Aktionäre der Bank vor, berichtete das „Handelsblatt“. So sollten in den kommenden Jahren rund 9000 Jobs bei Deutschlands zweitgrößtem Bankhaus wegfallen, verlautete demnach aus Finanzkreisen. Noch unklar ist laut „Handelsblatt“, ob es betriebsbedingte Kündigungen geben soll.

Der geplante Umbau solle bis zum Jahr 2020 dauern und einen Restrukturierungsaufwand von bis zu einer Milliarde Euro verursachen. Angesichts dieser Kosten plane der Vorstand der Bank zudem, die Dividende für das laufende Jahr zu streichen. Im vergangenen Jahr hatte das Institut unter Zielkes Vorgänger Martin Blessing noch 20 Cent je Aktie ausgeschüttet, hob das „Handelsblatt“ hervor.

Neue Strategie noch nicht abgesegnet

Wie die Wirtschaftszeitung weiter schreibt, will Zielke die Bank digitalisieren, für Wachstum sorgen und die Erträge steigern. Dabei sollten die Ressorts der Bank auf zwei Säulen stehen: eine Sparte für Firmenkunden und eine für Privatkunden. Noch habe der Aufsichtsrat der Bank die neue Strategie nicht abgesegnet, schreibt das „Handelsblatt“. Am Freitag wolle Zielke seine Pläne vorstellen. Die Bank wollte die Informationen laut „Handelsblatt“ nicht kommentieren.

Anfang August hatte die Commerzbank bekanntgegeben, dass sie in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang rechne. Im vergangenen Jahr hatte die Bank ihren Gewinn auf 1,06 Milliarden Euro vervierfacht. Erstmals seit der Finanzkrise 2008 wurde wieder eine Dividende für die Aktionäre beschlossen. In diesem Jahr lief es für die Commerzbank aber nicht mehr so gut. Für das erste Quartal musste das Unternehmen eine Halbierung des Gewinns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vermelden, im zweiten Quartal schrumpfte der Gewinn um mehr als ein Drittel.

Ende August kursierten Gerüchte über eine Fusion der Commerzbank mit der Deutschen Bank. Deutsche-Bank-Chef John Cryan dementierte einen entsprechenden Magazinbericht allerdings. Die Deutsche Bank plant ihrerseits einen Umbau, der unter anderem die Schließung von 200 Filialen in Deutschland und die Streichung von weltweit 9000 Stellen vorsieht.

Von RND/afp

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