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Conti gibt E-Auto auf Jahre keine Chance

Autozulieferer Conti gibt E-Auto auf Jahre keine Chance

Continentals Erfolgsfahrt hält nun schon seit Jahren an. Sogar die Aktionärsvertreter finden fast nur noch Lob. Und Conti-Boss Degenhart hat auch für den Start 2016 wieder nur beste Zahlen im Gepäck. Doch bei seinem Blick auf die Branche bürstet er mal gegen den Strich.

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CO2? Nein, danke! Der Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart (l) und der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Reitzleauf der Hauptversammlung der Continental AG im Congress Centrum (HCC) in Hannover .(Niedersachsen). 

Quelle: dpa

Hannover. Trotz der gerade vereinbarten Kaufprämie sieht Continental-Chef Elmar Degenhart für Elektroautos auf Jahre hinaus keine Chance, sich am Markt durchzusetzen. Der Hauptgrund liege in der aktuellen Batterietechnologie: „Zu groß, zu schwer, zu teuer – und damit nicht tauglich für den Alltag“, sagte Degenhart auf der Hauptversammlung des Dax-Konzerns vor mehr als 800 Besuchern im Hannover Congress Centrum. Wer ein E-Auto mit 500 Kilometern Reichweite wolle, müsse derzeit 300 Kilogramm Batterien zum Preis von 25 .000 Euro einbauen.

Erst wenn sich Größe, Gewicht und Kosten mehr als halbierten, sei die Technologie bereit für den Massenmarkt. An entsprechenden Technologien arbeiten Forscher und Entwickler weltweit. Vor 2025 dürften sie jedoch nicht marktreif werden, so der Conti-Chef. Degenhart bezweifelt zudem, dass die leistungsstarken Batterien der Zukunft in Deutschland gefertigt werden. Hierzulande ließen sie sich „zu heutigen Strompreisen nicht wirtschaftlich herstellen“, warnte der Manager. In Polen, Tschechien und Rumänien seien die Energiekosten nur halb so hoch. Hinzu komme, dass der aktuelle Strommix in Deutschland die Öko-Bilanz eines E-Autos gegenüber Benziner oder Diesel nicht verbessere. „Entscheidend für das Klima ist, was hinten rauskommt – sowohl aus den Autos als auch aus den Kraftwerken.“

Die Conti will die Übergangszeit zum Elektroauto nutzen, um ihre Technologie eines kleinen Hybridantriebs mit zusätzlicher 48-Volt-Batterie voranzutreiben. „Sie hat das Zeug zum Volks-Hybrid“, sagte Degenhart. „Denn sie ist günstig und kann in fast allen Fahrzeugklassen eingesetzt werden.“ Gerade haben die Hannoveraner die zweite Generation der Technologie präsentiert, mit der in Tests

Spriteinsparungen von bis zu 25 Prozent erzielt wurden. Das verringere nicht nur die CO2-, sondern beim Diesel auch die Stickoxid-Ausstöße, so Degenhart. „Kohlendioxid muss weg“, sagte er – und kickte demonstrativ einen großen CO2-Ballon von der Bühne. Die Autobauer zeigen offenbar Interesse an der Technologie. Denn der „Volks-Hybrid“ geht noch 2016 in Europa und wenig später auch in Asien und Amerika in Serie.

Den Aktionären konnte Degenhart einen Konzern präsentieren, der in nahezu allen Kennzahlen auf Rekordniveau liegt. Die Dividende, die heute ausgezahlt wird, steigt zum vierten Mal in Folge – diesmal um mehr als 15 Prozent auf 3,75 Euro pro Aktie. 750 Millionen Euro schüttet die Conti in diesem Jahr an ihre Eigentümer aus. Fast die Hälfte davon bekommen Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg, deren Familienholding 46 Prozent der Anteile hält. Die Schaefflers konnten sich zusammen mit den gut 700 Kleinaktionären im HCC über eine Gesamtrendite von 30 Prozent freuen, die ihr Investment im vergangenen Jahr eingespielt hat. Schließlich lag auch der Aktienkurs mit einem Plus von mehr als einem Viertel weit über dem Dax. „Ein ganz hervorragendes Jahr liegt hinter uns“, sagte Aktionärsschützer Alexander von Vietinghoff-Scheel.

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