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Conti kauft Folienspezialisten Hornschuch

Millionenschwere Übernahme Conti kauft Folienspezialisten Hornschuch

Der Technologiekonzern Continental stärkt seine Industriesparte Conti-Tech mit dem Zukauf eines Spezialisten für Oberflächen. Die Konrad Hornschuch AG aus dem Norden Baden-Württembergs rückt mit der Übernahme unter das Dach des Dax-Konzerns aus Hannover.

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Der Continental-Konzern will seine hannoversche Tochter Benecke-Kaliko mit dem Zukauf stärken.

Quelle: dpa

Hannover. "Damit stärken wir konsequent und nachhaltig unser globales Geschäft außerhalb der Automobilindustrie", sagte ContiTech-Chef Hans-Jürgen Duensing am Samstag laut Mitteilung. Bei Hornschuch hieß es, man sei sicher, dass von dem Schritt beide Unternehmen profitieren werden. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Dem Geschäft müssen noch die Kartellbehörden zustimmen.

Die Hornschuch-Gruppe mit Sitz in Weißbach bei Heilbronn stellt Verkleidungen für die Innenräume von Autos her. Sie liefert aber auch Folien sowie Kunstleder für die Möbel- und Bauindustrie. Hornschuch erzielte 2015 mit mehr als 1800 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland sowie den USA einen Umsatz von 410 Millionen Euro. Hornschuch gehörte laut früheren Angaben aus dem Juli 2016 zu mehr als drei Vierteln dem Finanzinvestor Equistone. Damals war laut Kreisen von einem Kaufpreis von rund 400 Millionen Euro die Rede.

Bei den Oberflächen für die Fahrzeuginnenräume gibt es eine große Parallele zur Conti-Tochter Benecke-Kaliko, in die Hornschuch nun integriert werden soll: Benecke-Kaliko kümmert sich etwa um Materialien für Instrumententafeln, Türverkleidungen und Konsolen. Benecke-Kaliko ist in Europa schon heute mit Abstand Marktführer für Folien im Innenraum von Autos.

Rückkehr zu den Wurzeln

Mit der Übernahme des Folienspezialisten kehrt das Traditionshaus Benecke ein Stück weit zu seinen Wurzeln zurückkehren. Die Hannoveraner hatten mit ihrer Kunststofffolie Acella über Jahrzehnte deutsche Haushalte dominiert. Im Jahr 2008 jedoch stieß Benecke den Bereich Möbelfolien ab und konzentrierte sich auf das Autozuliefergeschäft.    

Hornschuch geht auf das Gründungsjahr 1898 zurück. Auch heute noch befindet sich der Stammsitz in Weißbach. Dort ist auch immer noch der Hauptproduktionsstandort des Konzerns. Produziert wird auch in Stolzenau bei Hannover und in Herbolzheim bei Freiburg. Continental beschäftigt 215 000 Menschen und setzte im ersten Halbjahr 2016 gut 20 Milliarden Euro um. 2,7 Milliarden Euro davon stammten von Conti-Tech, die etwa 42 000 Mitarbeiter beschäftigt.

Von Heiko Lossie und Lars Ruzic

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