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Darum ging es in dem Zuliefererstreit

VW Darum ging es in dem Zuliefererstreit

Der Versorgungsstopp zweier wichtiger Zulieferer hat bei VW mitten in der Abgas-Krise für eine Großbaustelle gesorgt. Die Lage schien verfahren, Volkswagen fuhr schwere juristische Geschütze auf. Doch bevor es zu Zwangsvollstreckungen kam, einigten sich die Parteien. Darum ging es beim Streit von VW mit den Zulieferern.

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Die Montagebänder bei VW können nach Ende des Streits mit den Zulieferern bald wieder angefahren werden.

Quelle: dpa

Wer waren die Beteiligten?

Volkswagen ist einer der beiden größten Autokonzerne der Welt. VW lag im rechtlichen Clinch mit zwei Zulieferern. Einerseits war das der Getriebeteilespezialist ES Automobilguss, andererseits die Car Trim, ein Experte für Sitzbezüge. Beide gehören zur Eastern Horizon Group, hinter der die Prevent-Gruppe steht – einem bosnischen Firmenkonglomerat, mit dem VW schon lange zusammenarbeitet.

Worum ging es bei dem Streit?

Offiziell haben sich beide Seiten bedeckt gehalten. Dem Vernehmen nach soll Volkswagen ein Entwicklungsprojekt mit Car Trim beendet haben und zu einem Konkurrenten gewechselt sein. Für finanzielle Ausfälle etwa durch Vorinvestitionen, die nun nicht zum Tragen kommen, wollten die Wolfsburger einstehen. Über diese Forderungen muss es wohl zum Streit gekommen sein. Dabei ging es wohl auch um den Umgang des Autokonzerns mit seinen Zulieferern. Der Beschaffungsvorstand Francisco Javier Garcia Sanz gilt als einer der erfahrensten Einkäufer der Branche. Er schrieb den Zulieferern Ende Juni, der Autobauer müsse auch bei den «Beschaffungskosten deutlich effizienter werden». Er wolle die Reserven mobilisieren. "Das wollen wir kooperativ erreichen, aber auch mit der notwendigen Konsequenz, um wettbewerbsfähig zu bleiben", kündigte er die Marschrichtung an.

Was waren die Auswirkungen?

In Emden, wo der Passat gefertigt wird, fehlten Teile für die Sitze. Dort wurde schon Mitte August für etwa 7500 Arbeiter Kurzarbeit angemeldet. Nachdem auch ES Automobilguss die Lieferung von Komponenten für Getriebe eingestellt hatte, mussten am Wochenende die Montagebänder für den Golf in Wolfsburg angehalten werden. Zunächsten sollten die Mitarbeiter Überstunden abbummeln, für die nächsten Tage drohte allerdings dort wie auch an den Standorten Kurzarbeiten – bis zu 28.000 Mitarbeiter wären davon betroffen gewesen. In Wolfsburg und Emden wurden durch den Ausfall pro Tag 3450 Autos weniger gefertigt.

Wie konnte der Konflikt gelöst werden?

Nach 19-stündigen Verhandlungen einigten sich VW und die Eastern Horizon Group, zu der ES Automobilguss und Car Trim gehören. Die beiden Unternehmen verständigten sich auf ein umfassendes Vertragswerk, über dessen Details Stillschweigen vereinbart wurde. Nach HAZ-Informationen wurde eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart.

Wie geht es nun weiter?

Die Geschäftsführer der beiden Zuliefererbetriebe sind nach Abschluss der Verhandlungen wieder zu den Standorten zurückgekehrt, um dort die Wiederaufnahme der Lieferungen vorzubereiten. Wie schnell das möglich ist und wie lange es dauert, bis bei VW die Bänder wieder angefahren werden können, ist noch nicht bekannt.

sbü/lr

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Zuliefererstreit

Einigung nach 19 Stunden Verhandlungsmarathon: Im Streit um zurückgehaltene Teile haben Volkswagen und die beiden Zulieferer der Prevent-Gruppe nach HAZ-Informationen am Morgen eine Lösung gefunden. Die beiden Unternehmen verständigten sich auf ein umfassendes Vertragswerk, über dessen Details Stillschweigen vereinbart wurde.

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