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Deutschland / Welt Das Zukunftsich sagt Danke
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06:00 17.11.2017
Max Schmutzer ist Redakteur für Altersvorsorge bei der Stiftung Warentest. Quelle: Montage: RND/dpa,Kühnapfel Fotografie
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Hannover

Bekomme ich später überhaupt noch eine vernünftige Rente? Das fragen sich viele Berufseinsteiger, die zum ersten Mal die Abzüge für die Rentenversicherung auf ihrem Gehaltszettel sehen. Die Wahrheit ist: Das kann ihnen niemand sagen. Wer heute 20 Jahre alt ist, wird vermutlich in ungefähr 50 Jahren in Rente gehen. Das ist eine ziemlich lange Zeit, in der sich ziemlich viel ändern kann – auch bei der Rente. Denn die Rentenversicherung ist kein starres System, sondern reagiert auf gesellschaftliche Ansichten: Wie hoch muss die Rente im Alter ausfallen? Und wie stark darf man die jüngere Generation dafür mit Abgaben belasten?

Was allerdings fest steht: Der Berufseinsteiger sollte sich nicht alleine auf die gesetzliche Rente verlassen. Wahrscheinlich werden auch in 50 Jahren noch Menschen in Deutschland arbeiten und wahrscheinlich werden die Rentner auch in 50 Jahren noch eine Rente bekommen. Doch die wachsende Zahl der Rentner und das stärker zerstückelte Arbeitsleben werden die Rentenversicherung weiter vor schwierige Aufgaben stellen.

Rechtzeitig vorsorgen, aber mit Bedacht

Was soll der Berufseinsteiger also tun? Ruhe bewahren. Niemand muss mit 20 Jahren möglichst schnell eine Riester-Rente abschließen. Ohne ein bisschen Recherche geht es bei dem unübersichtlichen Altersvorsorgemarkt sowieso nicht. Die viel gescholtene Riester-Rente ist aber tatsächlich noch eine Option. Mit einem gut gewählten Vertrag ist sie aufgrund der staatlichen Förderung auch für viele junge Sparer attraktiv. Wenn der Arbeitgeber Geld dazugibt, ist auch eine betriebliche Altersvorsorge oft eine gute Idee. Und wer ein bisschen mehr Mut zum Risiko hat, nimmt die Altersvorsorge selbst in die Hand: Mit günstigen Wertpapierfonds können junge Sparer auch mit kleinen, regelmäßigen Beiträgen bis zur Rente ein beachtliches Vermögen ansparen.

Spaß macht das alles nicht, aber das Zukunftsich wird es einem danken!

Von Max Schmutzer/RND

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