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Was Handynutzer im Urlaub beachten müssen

Surfen am Strand Was Handynutzer im Urlaub beachten müssen

Roaming, WLAN, SMS und Co.: Was müssen Urlauber beachten, wenn Sie im Ausland ihr Handy benutzen wollen? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Gilt die Flatrate am Strand? Anbieter handhaben das unterschiedlich.

Quelle: Friso Gentsch

Hannover. Rechtzeitig vor Beginn der Schulferien hat die EU-Kommission die Roaming-Gebühren abgeschafft. Nun gilt der Grundsatz: Auf Reisen innerhalb der EU nutzt man das Handy zu denselben Konditionen wie zu Hause („roam like at home“). Ruft man deutsche Nummern an, zahlt man keinen Aufpreis mehr. Auch fürs mobile Surfen im Ausland zahlt man nichts extra, sondern verwendet einfach das von zu Hause gewohnte Datenvolumen.

Anrufe bei ausländischen Anschlüssen bleiben allerdings unverändert teuer. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man zum Beispiel Hotels oder Restaurants anruft.

Ausnahmen bei bestimmten Tarifen: Die Stiftung Warentest hat durch eine Umfrage unter den Mobilfunk-Providern einige Besonderheiten entdeckt: Kunden von Aldi Talk, Lidl Connect, Rossmann Mobil, Tchibo Mobil, O2 Prepaid, Vodafone Prepaid und einigen weiteren Anbietern können zwar im Inland kostenlos mit Kunden desselben Anbieters telefonieren („Community-Verbindungen“) - im Ausland gilt das aber nicht. Dort werden die Telefonate vom Minutenvolumen abgezogen oder mit rund 10 Cent pro Minute berechnet.

Außerdem sind einige Festnetz-Flatrates nur in Deutschland nutzbar, zum Beispiel von Rossmann Mobil und Lidl Connect. Kunden sollten deshalb vor der Abreise ihren Tarif prüfen, empfiehlt die Stiftung Warentest. Auch O2-Kunden mit Auslandsoptionen sollten das Kleingedruckte studieren.

SIM-Karten: Aufgrund der Abschaffung der Roaming-Gebühren lohnt es sich für die meisten Urlauber nicht mehr, im Urlaubsland eine SIM-Karte mit Prepaid-Guthaben zu kaufen. Sinnvoll kann das nach wie vor sein, wenn man öfters ausländische Nummern anruft.

WLAN: Wer über WLAN-Hotspots surft, zum Beispiel im Hotel oder Restaurant, schont sein monatliches Mobilfunk-Datenvolumen. Allerdings können Hacker den Datenverkehr dann relativ einfach mitschneiden. Online-Banking und andere wichtige persönliche Dienste sollte man deshalb nicht über öffentliche WLAN-Netzwerke nutzen.

Navigation: Gerade im Urlaub ist man auf Navigations-Apps wie Google Maps, Apple Maps oder Here Maps angewiesen. Der Datenverbrauch ist dabei relativ hoch. Um das monatliche Datenvolumen zu schonen, sollte man deshalb die Karte der Urlaubsregion schon zu Hause im heimischen WLAN aufs Handy laden. Bei Google Maps tippt man dazu den Menüpunkt „Offlinekarten“ an.

Diebstahlsvorsorge: Die wichtigste Sicherheitsmaßnahme ist eine Bildschirmsperre mit PIN. Denn diese verhindert, dass der Dieb an persönliche Daten herankommt. Auch die SIM-Karte muss durch eine PIN geschützt sein. Trotzdem sollte man die SIM nach dem Verlust des Handys sofort sperren. Die auf ihr aufgedruckte Nummer sollte man vor der Abreise notieren, damit sie im Notfall griffbereit ist. Auf Apps zum Orten gestohlener Smartphones aus der Ferne sollte man sich nicht verlassen, denn erfahrene Diebe deaktivieren diese. Wichtiger ist, regelmäßig die Handy-Daten per Backup zu sichern.

Von Christian Wölbert

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