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Das müssen Sie zum Flughafen-Streik wissen

Flug-Ausfälle Das müssen Sie zum Flughafen-Streik wissen

Mitarbeiter von sieben deutschen Flughäfen sind am Donnerstag in den Streik getreten. Fluggäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen und Flugausfälle gefasst machen. Auch in Hannover bleiben Flugzeuge am Boden.  Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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Auch am Flughafen Hannover streikt am Donnerstag das Bodenpersonal.

Quelle: Dröse

Wo wird gestreikt?

Die Gewerkschaft ver.di hat für Donnerstag an sieben deutschen Flughäfen zum Streik aufgerufen. Betroffen sind Hannover, Frankfurt/Main, München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Stuttgart und Hamburg. Der Ausstand soll insgesamt elf Stunden dauern und spätestens um 14 Uhr beendet sein. Bei den Betreibergesellschaften der Flughäfen werden noch zahlreiche Mitarbeiter nach dem Tarif des Öffentlichen Dienstes bezahlt. Reisende müssen sich auf erhebliche Verspätungen und zahlreiche Flugausfälle einstellen. Der größte Flughafen in Frankfurt will angesichts des bevorstehenden Streiks zusätzliches Personal abstellen, um die Kunden zu informieren, wie ein Fraport-Sprecher erklärte. Der Flughafen Hannover ist von den Auswirkungen des Streiks nach Angaben einer Sprecherin eher gering betroffen.

Neben Frankfurt/Main, München, Düsseldorf, Hamburg und Köln/Bonn ist auch Hannover von dem bundesweiten Streik betroffen.

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Welche Flüge fallen aus?

Deutschlands größte Fluglinie Lufthansa streicht fast 600 Flüge. Betroffen sind vor allem innerdeutsche und europäische Verbindungen, davon 13 von oder nach Hannover.

Auch Langstreckenverbindungen von München und Frankfurt müssen ausfallen, während Flüge der Tochter Germanwings wie auch der Lufthansa-Regionaltöchter von und nach München stattfinden sollen. Für innerdeutsche Tickets ist ein Umtausch in Bahnfahrkarten vorgesehen. Umbuchungen seien kostenfrei möglich. Ob weitere Airlines ihre Flüge streichen, ist nocht nicht bekannt. Eine Sprecherin von Air Berlin teilt mit, dass Gäste, die von streikbedingten Flugstreichungen betroffen sind, kostenlos auf Flüge bis zum 31. Mai umbuchen oder stornieren können. Condor plant keine Flugstreichungen. Die An- und Abflugzeiten von zwölf Flügen wurden geändert, so dass sie nicht in die Streikzeiten fallen. Davon sind 3000 Passagiere betroffen. Vier Flüge wurden von Frankfurt nach Düsseldorf verlegt. Dort sei mit geringeren Auswirkungen des Ausstands zu rechnen, sagte ein Condor-Sprecher.

Übersicht aller gestrichenen Lufthansa-Verbindungen

Wo bekomme ich Informationen zu meinen Flügen?

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich vorab bei der jeweiligen Airline nach dem Status des Flugs zu erkundigen. Daneben sollten die Reisenden mehr Zeit einplanen, da auch die Abfertigung der nicht annullierten Flüge am Donnerstag mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. Fluggäste, deren Flüge nicht annulliert wurden, sollten sich möglichst frühzeitig vor Abflug am Check-in-Schalter einfinden. Informationen zu den jeweiligen Flügen bieten auch die Flughafenbetreiber auf ihren Online-Abflugplänen an:

Hannover

Frankfurt

München

Köln/Bonn

Düsseldorf

Stuttgart

Hamburg

Servicenummern der Airlines

Air Berlin, Tel.: 030/34 34 34 34

Lufthansa, Tel.: 069/86 79 97 99

Germanwings, Tel.: 0180/ 632 03 20 (0,20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz)

Kontaktdaten der Reiseanbieter

Tui, Tel.: 0511/56 78 01 05

Thomas Cook, Tel.: 01806/07 07 00 (0,20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz)

Alltours, Tel.: 0203/363 63 60

Dertour, Tel.: 069/95 88 59 28

FTI, Tel.: 089/710 45 14 98

L'tur, Tel.: 0761/55 75 57

ITS, Tel.: 02203/421 30

Tjaerborg, Tel.: 02203/428 00

Jahn Reisen, Tel.: 02203/421 20

Was passiert, wenn ich am Flughafen gestrandet bin?

Der Veranstalter oder die Fluggesellschaft muss gestrandete Kunden betreuen. Die Leistungen gemäß der EU-Fluggastrechteverordnung sind unabhängig davon, ob das Unternehmen für die Verspätungen oder Ausfälle von Flügen verantwortlich ist. Passagiere haben Anspruch auf Essen und Getränke, meist erhalten sie dafür Gutscheine. Verschiebt sich der Flug auf einen anderen Tag, muss die Airline oder der Veranstalter die Übernachtung in einem Hotel übernehmen. Die Fluggesellschaft oder der Veranstalter hat zudem die Pflicht, so schnell wie möglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren. Kunden können diese per Telefon oder am Schalter des Unternehmens am Flughafen fordern. Urlauber sollten aber nicht aus Verärgerung ohne Rücksprache einfach ein Zugticket kaufen. Denn dann ist fraglich, ob die Fluggesellschaft die Kosten dafür erstattet. Ab der fünften Verspätungsstunde hat der Fluggast das Recht, sein Flugticket zurückzugeben und sich die Kosten erstatten zu lassen. Damit ist die Airline jedoch aus allen Pflichten entlassen.

Habe ich Anspruch auf eine Entschädigung?

Normalerweile steht Reisenden bei einem Flugausfall oder massiven Verspätungen laut der EU-Fluggastrechteverordnung eine Ausgleichszahlung zu. Das gilt jedoch nach derzeitiger Rechtsprechung nicht, wenn höhere Gewalt vorliegt. Das ist laut Bundesgerichtshof bei Streiks der Fall. Eine Ausnahme: Der Passagier kann nachweisen, dass die Fluggesellschaft nicht alles getan hat, um die Streikfolgen abzumildern. Lufthansa bietet seinen Passagieren von annullierten Flügen eine einmalige, kostenlose Umbuchung im gleichen Tarif an. Dafür muss das Ticket vor oder am 25. März für Flüge am 27. März von beziehungsweise nach Frankfurt, München, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Hannover oder Stuttgart erworben worden sein. Das gilt auch für die Partner-Gesellschaften Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines. Für Reisen innerhalb Deutschlands können die Gäste ihr Flug- gegen ein Bahnticket am Check-in oder im Internet eintauschen. Eine Sprecherin von Air Berlin teilt mit, dass Gäste, die von streikbedingten Flugstreichungen betroffen sind, kostenlos auf Flüge bis zum 31. Mai umbuchen oder stornieren können.

Wie sieht es bei einer Pauschalreise aus?

Bei einer Pauschalreise ist die Rechtslage etwas anders. Hier stellt sich nur die Frage, ob der Veranstalter seine Leistungspflichten erfüllt hat. Die Gründe, warum dagegen verstoßen wird, spielen keine Rolle. Sitzen Reisende zum Beispiel zwei Tage am Flughafen fest, statt am Strand zu liegen, können sie den Reisepreis entsprechend mindern. Handelt es sich um eine Kurzreise, können sie sogar von der Reise kostenlos zurücktreten und den Reisepreis zurückfordern. Schadenersatz wegen vertaner Urlaubszeit gibt es jedoch nicht.

dpa/frs

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