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Das sind die versteckten Fallen bei Reiseportalen

Stiftung Warentest warnt Das sind die versteckten Fallen bei Reiseportalen

Stiftung Warentest warnt vor versteckten Fallen bei Reiseportalen: Im Streitfall drohen teure Prozesse. Einige Anbieter drängen Kunden zum Abschließen von Versicherungen. Bei Booking.com und Venere.com gilt kein deutsches Recht. Das beste Ergebnis erzielte der Marktführer HRS.

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Ganz oben stehen als „Empfehlung“ oder „Bestseller“ nicht immer die geeignetsten Unterkünfte, sondern oft die Anbieter, die dem Portal das meiste Geld für seine Dienste zahlen.

Quelle: HAZ Montage

Nur ein paar Klicks - und die nächste Reise ist gebucht. Auch in Deutschland werden immer mehr Flüge, Unterkünfte und Pauschalangebote online verkauft. Wer auf den Rat der Profis im Reisebüro verzichtet, sollte aber aufpassen. Denn bei den Angeboten im Internet gibt es viele Fallen, die teuer werden können. Das zeigt auch eine neue Studie der Stiftung Warentest.

Das Magazin „Test“ hat in seiner aktuellen Ausgabe 21 Portale untersucht, die Hotels, Ferienwohnungen oder Privatunterkünfte übers Internet vermitteln. Das Fazit der Experten: Die Buchung klappt meist gut, aber wegen vieler Fallstricke sollten die Nutzer die Tricks der Zimmermakler kennen. Denn sonst zahlen die Kunden mehr als nötig, schließen teure Reiseversicherungen ab und haben im Streitfall viel Ärger und schlechte Karten.

Wer ein Hotel sucht, ist dem Ergebnis der Tester zufolge beim Marktführer HRS am besten aufgehoben. Der deutsche Anbieter bekommt von neun Hotelportalen die besten Noten. Ebenfalls gute Bewertungen erhalten Expedia und Hotels.com. Die schlechtesten Noten bekommen das Unister-Portal Hotelreservierung.de und Otel.com . Bei den neun Vermittlern von Ferienwohnungen und -häusern liegt Casamundo vorn. Bei den Privatzimmern schneidet nur 9flats.com mit einer guten Note ab, die Konkurrenten Airbnb und Wimdu bekommen befriedigende Bewertungen.

Der Test gibt Reiselustigen eine gute Orientierung, wo sie die größte Chance haben, bei der Zimmersuche im Internet fair behandelt zu werden. Denn schon die Suchfunktion einiger Portale kann arglose Nutzer in die Irre führen. Die Trefferlisten reihen zwar fein säuberlich die Angebote für das Wunschziel auf. Doch ganz oben stehen als „Empfehlung“ oder „Bestseller“ nicht immer die geeignetsten Unterkünfte, sondern oft die Anbieter, die dem Portal das meiste Geld für seine Dienste zahlen.

Sortierung der Treffer unklar

Als Beispiel nennen die Tester Booking.com , wo unklar sei, nach welchen Kriterien die erste Trefferliste sortiert sei. Auf die vorgegebene Auswahl des Portals sollte sich also niemand verlassen und die Trefferliste nach eigenen Wünschen wie Preis, Bewertung oder Entfernung zum Bahnhof sortieren. Aber auch bei den Hotelbewertungen lauern Fallen. Auf nur ein Dutzend Urteile oder weniger kann man nicht zählen, das Risiko von Manipulationen ist zu hoch. Beim Portal Ehotel stufen die Tester die Bewertungen insgesamt als fragwürdig ein.

Bei Hotelreservierung.de warnt die Stiftung Warentest vor einer Abofalle. Das Unister-Portal dränge Kunden zum Abschluss einer Rücktrittsversicherung, die sich stillschweigend jährlich verlängere und dann im Preis fast verdopple. Zudem erwecke der Vermittler den Anschein, besonders günstig zu sein, indem Hotelreservierung.de als einziger Anbieter im Test die Preise für ein Doppelzimmer pro Person angebe.

Acht Portale hat die Stiftung Warentest wegen rechtlicher Probleme abgewertet. So gilt bei Booking.com und Venere.com kein deutsches Recht. Im Streitfall drohen teure und komplizierte Prozesse im Ausland, weil die Unternehmen keine deutschen Niederlassungen unterhalten. Bei Otel.com fehlte ein Impressum, die teure Hotline führt nach Istanbul und ist in Englisch, ohne dass der Kunde das vom Portal erfährt.

Von Thomas Wüpper

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