Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Der Aufschwung geht weiter
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Der Aufschwung geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:41 22.09.2016
Keine Spur von Krise: Immer mehr Menschen in Deutschland finden einen Job. Quelle: dpa
Nürnberg

Trotz hoher Flüchtlingszahlen rechnen Arbeitsmarktforscher auch für 2017 mit einer Fortsetzung des deutschen Jobaufschwungs. Die Zahl der Arbeitslosen werde im kommenden Jahr im Durchschnitt um 70.000 auf 2,62 Millionen sinken, prognostizierte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstellt dabei für 2017 ein nicht unrealistisches Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent. Für 2016 rechnen die Forscher mit 2,69 Millionen Jobsuchenden – 110.000 weniger als 2015.

Dennoch hinterlässt nach Einschätzung der Wissenschaftler die große Zahl von Asylsuchenden inzwischen auch auf dem Arbeitsmarkt zunehmend ihre Spuren. Ohne die Flüchtlinge auf Job-Suche würde die Arbeitslosenzahl 2017 voraussichtlich nicht nur um 70.000, sondern sogar um 160.000 sinken, haben die Wissenschaftler errechnet.

Job-Schub bei Erziehungs-, Gesundheits- und Pflegeberufen

„Das ist aber nur eine rechnerische Größe. Schließlich darf man nicht vergessen, dass ohne die große Zahl der Flüchtlinge viele Arbeitsplätze im Umfeld des Flüchtlingsmanagement nicht entstanden wären“, gab der IAB-Wissenschaftler Enzo Weber zu bedenken.

Für einen Job-Schub werden nach Webers Einschätzung im kommenden Jahr neben den neu entstehenden Stellen bei der Betreuung von Flüchtlingen auch die „anhaltenden Trends bei den Erziehungs-, Gesundheits- und Pflegeberufen“ sorgen.

Allein bei öffentlichen Dienstleistern sowie im Erziehungs- und Gesundheitswesen wird es nach der IAB-Prognose im Jahr 2017 mehr als 180.000 neue Arbeitsplätze geben. Insgesamt rechnen die Arbeitsmarktforscher für das nächste Jahr im Schnitt mit 44,03 Millionen Beschäftigten – 480.000 mehr als 2016.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Geschäft mit den leichten Nutzfahrzeugen im VW-Konzern brummt weiter. Nach Rückgängen im Jahr zuvor (minus 3,5 Prozent auf 430.800 Wagen) scheint Volkswagen-Nutzfahrzeuge (VWN) damit das Auslieferungsplus 2016 nicht mehr zu nehmen. 

22.09.2016

Reifen haben kein intelligentes Innenleben? Von wegen. Hersteller wie Continental setzen beim vernetzten Fahrzeug der Zukunft auch auf die Pneus als Träger für High-Tech. Profiltiefen etwa könnten die Reifen bald per Knopfdruck melden - millimetergenau, versteht sich.

22.09.2016

Auch in Zukunft werden Firmenerben vom Fiskus verschont, wenn sie das Unternehmen längere Zeit fortführen und Arbeitsplätze erhalten – darauf haben sich Vermittler von Bundestag und Bundesrat in letzter Minute geeinigt.

22.09.2016