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Charmeoffensive des Taxi-Rüpels Uber

Neue Taxi-App Charmeoffensive des Taxi-Rüpels Uber

Der umstrittene Fahrdienstvermittler Uber unterbreitet der Branche ein neues Angebot und will mit der App UberTaxi eine legale Plattform bieten. Doch die Branche zeigt sich wenig begeistert.

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„Alle können profitieren“, behaupten die Anbieter der Uber-App.

Quelle: dpa

Berlin. Es ist schon eine Kunst, sich in so kurzer Zeit so viele Feinde zu machen. Dem wegen seines rüpelhaften Vorgehens umstrittenen Fahrdienstvermittler Uber ist es gelungen – und das weltweit. Doch nun will das kalifornische Start-up „Everybody’s Darling“ sein. In Deutschland versucht Uber mit einer Charmeoffensive, juristische Niederlagen vergessen zu machen. Der jüngste Schritt: Uber präsentiert sich als Partner der Taxifahrer und will ihnen etwa mit UberTaxi eine legale Plattform bieten.

Das von den Taxiverbänden scharf attackierte Angebot UberPop ist in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien vom Tisch. In Deutschland wurde der Dienst, der private Fahrer an Fahrgäste per Smartphone-App vermittelt hatte, im April eingestellt. An seine Stelle trat UberX, mit dem das Unternehmen alle rechtlichen Auflagen zur Personenbeförderung erfüllt. Partner sind Mietwagenunternehmer.

Dass sich Bestimmungen für das Taxigewerbe und für den Personennahverkehr in Deutschland nicht einfach aushebeln oder umgehen lassen, hat Uber längst erkannt. Mit UberTaxi will das Unternehmen nun ganz gezielt traditionelle Taxifahrer für die eigene Plattform gewinnen. Gerade in Städten wie Berlin gebe es einen großen Bedarf, der von den verfügbaren Taxis nicht mehr gedeckt werden könne, sagt Freese. Die Uber-App ermögliche es Fahrern, ihre Leerzeiten zu verringern. „Damit können alle profitieren“, ist Freese überzeugt. Normal sei für Taxifahrer eine Fahrt pro Stunde, mit der App könnten es zwei bis drei Fahrten werden.

Manche Taxiverbände möchten solchen Rechnungen nicht ganz folgen und wittern die Kannibalisierung des Marktes mit unlauteren Mitteln. „Dass Uber kein ehrlicher Partner ist und den puren Plattformkapitalismus lebt, hat das Unternehmen mehrfach bewiesen“, sagt Anja Floetenmeyer, Sprecherin von Taxi Deutschland. Der genossenschaftliche Zusammenschluss betreibt die gleichnamige Smartphone-App. Traditionelle Taxizentralen vermittelten Fahrten pauschal für monatlich rund 5 Prozent Provision, Uber nehme dagegen 20 Prozent, so Floetenmeyer. „Uber strebt also erneut ein Maximum an Profit auf dem Rücken von Taxifahrern an.“     

Von Renate Grimming

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