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Ausbildungsrückgang

Deutlich weniger Lehrstellen bei Industrie- und Handelskammern


Die Zahl der bei den Industrie- und Handelskammern abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist deutlich eingebrochen. Bis Ende Juni registrierten die Kammern insgesamt 169. 667 neue Lehrstellen und damit 9,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ist zurück gegangen.

© Bodo Nussdorfer/ HAZ

Das teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Donnerstag in Berlin mit. In Westdeutschland betrug der Rückgang demnach neun Prozent, in Ostdeutschland 11,5 Prozent.

Auslöser für die negative Entwicklung sind laut DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann die demografische Entwickung und die Wirtschaftskrise. Wegen der schwierigen Auftragslage würden viele Betriebe noch abwarten, bevor sie ihre Ausbildungsplätze besetzen. „Bei Konjunkturaufhellung könnte sich das Minus bei den Verträgen wieder reduzieren.“ Es fehlten aber vor allem aus demografischen Gründen in vielen Regionen die erforderlichen Bewerber, um mehr Verträge abschließen zu können.

Wie Driftmann weiter erklärte, haben flexible und mobile Bewerber weiter gute Aussichten. So gebe es in Ostdeutschland trotz der Wirtschaftskrise Rekordstände in den Lehrstellenbörsen. Insbesondere bei Banken und Versicherungen sowie im Gastgewerbe würden viele Betriebe händeringend geeignete Bewerber suchen.

afp

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