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Deutschland / Welt Deutsche Bank will „cooler“ werden
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Deutsche Bank will „cooler“ werden
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22:37 16.01.2015
Von Albrecht Scheuermann
Die Deutsche Bank will ihren „Coolness-Faktor“ erhöhen, um junge Kunden zu gewinnen. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

„Wir werden mit unseren Kunden alt.“ Es mangele am Zustrom von jungen Kunden. Deshalb sei es jetzt wichtig, „die Bankindustrie zu emotionalisieren“.

Als eine der größten Herausforderungen nannte er jedoch das Zinstief, das viel länger dauere und viel stärker ausgeprägt sei als erwartet. Dadurch fehlten den Banken wichtige Ertragskomponenten, die man durch höhere Provisionseinnahmen kompensieren müsse. Wisskirchen unterstrich jedoch, dass die Deutsche Bank nicht wieder den Fehler machen werde, die Interessen der Kunden aus dem Auge zu verlieren. „Wir wollen stolz sein auf das, was wir tun.“

Den Kunden, die derzeit wegen der EZB-Politik praktisch keine Zinsen auf ihre Einlagen erhalten, riet der Bankmanager zu einer anderen Sicht der Dinge: „Sehen Sie die fehlenden Zinsen als eine implizite Versicherungsprämie.“ Andere Anlagen seien schließlich mit höheren Risiken behaftet. „Auf die Dauer kann die Welt nicht mit einer andauernden Geldschwemme und Null- oder Negativzinsen leben“, sagte Wisskirchen. Eine Wende am Markt werde nicht geräuschlos vonstattengehen. „Das wird rumpeln.“ Eigentlich war – wie stets beim Neujahrsempfang – Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen als Hauptredner angekündigt. Er habe jedoch wegen eines wichtigen Termins kurzfristig abgesagt, hieß es.

Wie die Bank gestern bekannt gab, gibt es einen personellen Wechsel in Hannover. Neuer Sprecher der Geschäftsleitung in Hannover und Leiter Firmenkunden für die Region Niedersachsen ist Markus Rammes (41). Er hat die Nachfolge von Walter Flecken (60) angetreten, der nach mehr als 42-jähriger Tätigkeit für die Deutsche Bank in den Ruhestand getreten ist. Rammes hat seine Deutsche-Bank-Karriere 1989 bei der Filiale Wuppertal begonnen.     

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