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Deutschland / Welt Deutsche Messe wird in Jakarta aktiv
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Deutsche Messe wird in Jakarta aktiv
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00:21 10.07.2014
Von Jens Heitmann
In der Computeranimation steht das Messegelände in Jakarta bereits. „Indonesien ist einer der wichtigsten Wachstumsmärkte der Welt“, sagt Messe-Vorstand Andreas Gruchow. Quelle: HAZ
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Hannover

Das Projekt befindet sich noch im Bau, erste Veranstaltungen sind für Anfang kommenden Jahres geplant. Die entsprechenden Verträge werde man am Dienstag unterschreiben, bestätigte Messe-Vorstand Andreas Gruchow am Montag.

Mit 50.000 Quadratmetern Hallenfläche und einem gleichgroßen Freigelände wird die „Indonesia Convention Exhibition“ (ICE) das modernste und größte Messegelände des Landes. Das ICE gehört der Sinarmas Land Group, dem führenden Land- und Immobilienentwickler, und der Kompas Gramedia Group, dem wichtigsten Medienunternehmen Indonesiens. Im Unterschied zu Schanghai, wo die Deutsche Messe auch am Gelände selbst beteiligt ist, tritt sie in Jakarta nur als Betreiberin auf. Zu diesem Zweck haben die ICE-Partner ein Joint Venture gegründet, an dem die Hannoveraner 51 Prozent der Anteile halten.

Wegen der positiven Entwicklung in Schanghai hatte die Deutsche Messe schon länger nach einem weiteren Gelände in Asien Ausschau gehalten. Zuerst war Indien in den Fokus geraten, doch die Planungen für das anvisierte Projekt in Neu Delhi kämen nicht richtig voran, heißt es. Die Unterhändler der Messe hatten deshalb auch andere Ziele ins Auge gefasst, am Ende landete man in Jakarta. Indonesien gilt als politisch stabil und verzeichnet eine hohe Binnennachfrage - auch dank einer wachsenden Mittelschicht. „Mit 247 Millionen Einwohnern ist das Land einer der wichtigsten Wachstumsmärkte der Welt“, sagte Gruchow.

Das noch im Bau befindliche Messegelände ist Teil des neu geschaffenen Stadtteils BSD City. Es liegt rund 30 Kilometer vom Zentrum Jakartas entfernt; die Stadt hat aktuell rund 10 Millionen Einwohner.

Die Investitionskosten halten sich für die Deutsche Messe in Grenzen. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen müssen die Hannoveraner zunächst weniger als eine halbe Million Euro aufwenden, um in Jakarta ins Geschäft zu kommen. Für die selbst erbrachten Leistungen werden die Deutschen dem Vernehmen nach am operativen Ergebnis beteiligt - mögliche Verluste trügen die indonesischen Partner allein, heißt es. In Hannover rechnet man von 2017 an mit ersten Überweisungen aus Indonesien. Der Vertrag für den Betrieb des Geländes laufe zunächst über zehn Jahre und kann auf Wunsch der Messe noch einmal um den gleichen Zeitraum verlängert werden.

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